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Profile

Ein Zuhause für Algen

Für ein polnisches Algenzuchtlabor hat Item Modulgehäuse aus Aluminium konstruiert. Sie entsprechen den strengen Branchenanforderungen und zeigen die Anwendungsvielfalt der Profile.

02. Oktober 2018
Mit dem MB-Baukasten an Aluminiumprofilen lassen sich beliebige Modulgehäuse sehr einfach erstellen. (Bild: © Item)

Beim Stichwort Algen denken viele an ein ungenießbares Lebensmittel, der Ruf in der Bevölkerung ist nicht besonders gut. Dabei sind sie in der Tat ein Eckpfeiler in der Ernährung der Zukunft. Und die haben noch ganz andere Facetten: Die Blutregenalge (Haematococcus pluvialis) zum Beispiel bildet das Astaxanthin, einen natürlichen, rötlich-violetten Farbstoff, der sich mithilfe eines mehrstufigen Prozesses herauslösen lässt. Der Substanz wird eine vitaminartige und antioxidative Wirkung nachgesagt, weshalb sie für die Pharmaindustrie und den Bereich der funktionellen Nahrungsmittel, auch Nutrazeutika genannt, von Interesse ist.

Das ist auch der Fall beim jungen polnischen Unternehmen Algae Labs aus Breslau, das sich mit derzeit elf Mitarbeitern der Erforschung von Mikroalgen widmet und sich unter anderem auch intensiv mit der Blutregenalge sowie der Herstellung und Kommerzialisierung von Astaxanthin beschäftigt.

Ein wichtiger Eckpfeiler in der Life-Science-Branche sind dabei die richtigen Betriebsmittel, die hier besondere Anforderungen erfüllen müssen. Für sechs Fotobioreaktoren, in denen Mikroalgen zur Gewinnung von Astaxanthin gezüchtet werden, benötigte Algae Labs ein Gehäuse. Dabei setzten die Verantwortlichen auf ein Modulsystem aus Aluminiumprofilen und wandten sich bei ihrer Recherche auch an den Profilspezialisten Item aus Solingen, mit der Aufgabe, dieses Modulgehäuse zu planen und zu entwerfen.

Dabei galt es, nicht nur die Abmessungen der sechs eingebauten Anlagen von 2.500 x 50 x 50 Millimetern zu berücksichtigen, sondern auch das enorme Gewicht in Höhe von 250 Kilogramm. Die Konstruktion sollte zudem nicht nur über ausreichend Platz verfügen, sondern auch eine ergonomische Entnahme und Auswechslung der schweren Photobioreaktoren ermöglichen. Ein zusätzlicher wichtiger Faktor ist eine hohe Keimfreiheit der eingesetzten Betriebsmittel, da die Blutregenalge anfällig für Kontaminierung durch andere Algen, Pilze und Bakterien ist. Um eine gründliche und regelmäßige Reinigung der Behälter zu gewährleisten, musste die Montage unter Reinraumbedingungen erfolgen können.

Ganz schön viel zu tun für scheinbar einfache Maschinenkomponenten. Aber mit 30 Jahren Erfahrung im Rücken und dem MB-Systembaukasten als Basis sieht sich Item bestens gewappnet für alle konstruktiven Aufgaben im Maschinen- und Betriebsmittelbau – vom einfachen Gestell bis zur komplett automatisierten Produktionsstraße. Die hochfesten, modularen Komponenten lassen sich dazu fast unbegrenzt miteinander kombinieren und beliebige Konstruktionen ohne weitere Oberflächenbearbeitung sauber und schnell aufbauen. Spezielle Konfiguratoren sollen den Anwender in die Lage versetzen, jederzeit bequem, anschaulich und individuell zu planen. Durch Eigenschaften wie Zuverlässigkeit und Erweiterbarkeit lassen sich die entstandenen Anlagen über einen langen Zeitraum nutzen.

Alle Profile sind eloxiert und in baureihenspezifischen Rastermaßen aufeinander abgestimmt. Item bietet dazu fünf Baugrößen und verschiedene Ausführungen an. Die Baureihen unterscheiden sich im Rastermaß und in der Größe der Profilnut.

Passendes Gestell

In Abstimmung mit Vertretern von Algae Labs entwarf Item letztendlich eine Konstruktion aus Aluminiumprofilen, die nach individuellen Richtlinien gefertigt wurde und ganz genau den Prozessanforderungen entsprach. Das Mehrkammergestell erlaubt eine separate Prozesssteuerung bei der Produktion von Mikroalgen.

Nachdem der Prozess abgeschlossen ist, kann der Bioreaktor ergonomisch und sicher herausgehoben werden. Das Modulgehäuse wurde von Item vorbereitet; den Aufbau übernahm dann das Team von Algae Labs in Eigenregie.

»Die Aluprofile von Item überzeugten uns dank des modularen Aufbaus, ihrer Kompatibilität und der hochwertigen Ausführung auf Anhieb«, freut sich Michal Grzebyk, stellvertretender Geschäftsführer von Algae Labs. »Unser System ließ sich schnell errichten und erfüllte nicht nur unsere technischen Erwartungen, sondern auch unsere Anforderungen an die Optik.« Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit bei Entwurf und Einbau des Modulgehäuses sind weitere Lösungen mit Aluprofilen von Item realisiert worden.

Für Michal Grzebyk eignen sich die Lösungen des Solinger Anbieters sehr gut für die Verwendung im Life-Science-Bereich, da sie eine an Laborbedürfnisse angepasste, maßgeschneiderte Entwurfsplanung ermöglichen.

Die Montage von Profilen erfolgt unter Reinraumbedingungen, und es besteht immer die Option, bereits entworfene Projekte kurzfristig abzuändern. »Auf diese Weise können einerseits unterschiedliche Prozesse umgesetzt, andererseits neue Ideen berücksichtigt werden«, schließt der stellvertretende Geschäftsführer. mk

auf einen blick

Rastermaß: Jede Baureihe von Item basiert auf quadratischen Profilen mit unterschiedlichen Außenmaßen.

Profilnut: Größe und Tragkraft der Nut steigen mit dem Rastermaß. Die meisten Profilverbindungen werden in der Nut verankert. Die Nut dient auch als Halterung für Flächenelemente.

Kernbohrung: Die Kernbohrung bietet eine stabile Befestigungsmöglichkeit auf den Stirnseiten der Profile. Sie kann auch als Druckluftkanal genutzt werden. 

Leichte Profile: Zusätzliche Hohlräume reduzieren das Gewicht.

Geschlossene Nuten: Profil-Varianten mit geschlossener Oberfläche lassen sich einfach reinigen und verhindern, dass sich Schmutz in der Nut absetzen kann.

www.item24.com

Erschienen in Ausgabe: Nr. 07 /2018