Einer für vier

Schwerpunkt Sensorik

Logikmodule – Die ungeheure Datenflut bringt viele Anlagen an ihre Grenzen. Ein neuer Logikverteiler verknüpft beliebige Sensorsignale und kontrolliert auch den Signalwechsel. Das macht flexibler und leistungsfähiger.

04. Mai 2012

Intelligente Sensorik ist auch in Metall verarbeitenden Betrieben unverzichtbar. Heutzutage steigt die Menge der anfallenden Daten allerdings stetig an. Denn häufig gilt es in spezifischen Anwendungen, die Signale gleich mehrerer Sensoren miteinander zu verknüpfen, um eine Aussage über den Betriebszustand zum Beispiel einer Auswurfkontrolle, einer Vorschubkontrolle oder einer Doppelblechabfrage zu erhalten. Wird diese Verknüpfung in der Steuerung vorgenommen, ist jedes einzelne Sensorsignal über eine Leitung an die Steuerung zu führen, damit es von deren Programm verarbeitet werden kann.

Jetzt stellt der Sensorspezialist IPF Electronic mit dem Logikverteiler VL300148 eine Alternative vor, die das Signalmanagement deutlich erleichtern soll.

Anstatt die Signale mehrerer Sensoren in einer Steuerung zu verknüpfen, reicht es oft aus, Signale, die zeitgleich anstehen müssen, direkt vor Ort an der Sensoreinbaustelle miteinander zu verknüpfen und als ein Endsignal an die Steuerung zu übermitteln.

Signalwechsel erfassen

Häufig ist es in diesem Zusammenhang wichtig, die Eingangssignale auf einen Signalwechsel hin zu kontrollieren, damit eventuell beschädigte Sensoren oder Fehlfunktionen erkannt werden beziehungsweise um zu verhindern, dass sich Material verklemmt und dadurch größerer Schaden entsteht. Genau diese Aufgaben übernimmt das Logikmodul von IPF Electronic.

Bis zu vier Sensoren lassen sich über die Eingänge des Logikmoduls anschließen und deren Schaltsignale miteinander UND-verknüpfen, wenn die zugehörigen Freischaltsteckplätze über sogenannte Simulationsstecker aktiviert worden sind.

Und so funktioniert das Modul konkret: Der Schaltausgang 1 wird erst dann aktiviert, wenn alle freigeschalteten und mit einer Status-LED versehenen Eingänge ein High-Signal führen. Dies geschieht jedoch erst, wenn alle belegten Eingänge einmal einen Low-High-Wechsel vollzogen haben. Bis dahin zeigen eine LED und ein Signal auf Schaltausgang 2 an, dass noch nicht auf allen Eingängen ein Signalwechsel vollzogen wurde.

Stehen alle Eingänge nach einem Low-High-Signalwechsel an, fällt das Signal auf dem Ausgang 2 des Logikmoduls ab, die korrespondierende LED erlischt, der Ausgang 1 wird gesetzt. Hierbei leuchtet die Ausgangs-LED 1 solange dauerhaft, bis einer der Eingänge wieder abfällt.

Neben der Anwendung des Logikverteilers zur Betriebszustandsabfrage an einem Materialauswurf, einer Vorschubkontrolle oder einer Doppelblechabfrage ist der Einsatz des Moduls unter anderem auch bei älteren Stanzanlagen denkbar. Werden in solchen Anlagen neue Werkzeuge beziehungsweise Mehrfachwerkzeuge eingesetzt, ist die Werkzeugsicherung der Steuerung oftmals nicht in der Lage, die Signale aller Sensoren zu verarbeiten. Auch hier lassen sich über das Logikmodul gleichzeitig anstehende Signale miteinander verknüpfen und zuverlässig kontrollieren.

Auf einen Blick

Logikverteiler VL300148

-Gerät zum effektiven Verteilen, Verknüpfen und Verwalten von Datenflüssen.

-Erleichtert die Signalverarbeitung.

-Anschluss von bis zu vier Sensoren.

-Einsatz zur Abfrage von Betriebszuständen an einem Materialauswurf, einer Vorschubkontrolle oder einer Doppelblechabfrage.

Erschienen in Ausgabe: 03/2012