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Siemens PLM übernimmt Software-Funktionen von Materialise in NX. Das soll zukünftig die Vorbereitung von Modellen für additive Produktion erleichtern.

27. April 2017

Siemens PLM ergänzt das 3D-CAD NX um Funktionen von Materialise , einem Spezialisten für 3D-Druck. Die in NX integrierten Funktionen werden genutzt für "Powder Bed Fusion" (Oberbegriff für mehrere metallbasierte Verfahren) sowie "Material Jetting" (Multijet Modeling und ähnliche). Laut Siemens PLM kann die Vorbereitung des 3D-Drucks dadurch rund 30 Prozent schneller erfolgen. Im Rahmen der Vereinbarung mit Materialise kann Siemens PLM NX mit der Erweiterung weltweit anbieten.

"Die heutige Ankündigung ist ein riesiger Schritt nach vorne, wenn es darum geht, additive Fertigung für unsere Kunden zu einer gängigen Produktionspraxis werden zu lassen", so Zvi Feuer, Senior Vice President of Manufacturing Engineering Software bei Siemens PLM Software. "Bisher benötigten Hersteller im Prozess der additiven Fertigung zwei getrennte Systeme - das eine für das Produktdesign und ein weiteres, um dieses Produktdesign für den 3D-Druck vorzubereiten. Die Datenübersetzungsprobleme und der Mangel an Assoziativität zwischen diesen beiden Systemen hatten einen zeitraubenden und fehlerbehafteten Prozess zur Folge. Durch die Beseitigung dieser Probleme helfen wir, die additive Fertigung als ein allgemein anerkanntes Produktionswerkzeug voranzutreiben."

Im Rahmen der angekündigten Erweiterungen wird NX assoziativ verlinkt mit Software von Materialise, die für den Aufbau von Gitter- und Supportstrukturen, Verschachtelung, Bauplattformvorbereitung und Ablaufsteuerung sorgt. Konvertierung nach STL oder in ein anderes Format ist hierfür nicht nötig. Ein erstes Release der neuen Druckfunktionen ist laut Siemens PLM für das aktuelle NX (Version 11.0.1) erhältlich.