Einstieg ins digitale Geschäft

Viele Maschinen- und Anlagenbauer sind noch unsicher, was Industrie 4.0 und IoT für ihr Geschäftsmodell bedeuten. Für Partner von Lenze öffnet sich nun ein einfacher Weg hin zu einem eigenen digitalen Geschäft mit datenbasierenden Mehrwerten.

24. Mai 2017

Maschinen- und Anlagenbauer, die auf Automatisierungstechnik von Lenze setzen, können künftig noch einfacher Online- und Remote-Services anbieten. Der Hersteller ist eine Kooperation mit dem Datenexperten ei3 eingegangen, der eine Kombination aus Fernanalyse und Fernwartung als White-Label-Produkt bereitstellt.

Im Rahmen eines Service-Vertrags kann der Maschinenbauer sämtliche Daten sammeln, auf die Lenze-Controller Zugriff haben, diese auswerten und dem Kunden zur Verfügung stellen. Sei es als aktuelles Dash-Board, in Form von Reportings und Kennzahlen oder als Grundlage einer Beratung zur Optimierung von Anlagen und Prozessen. Darüber hinaus eignet sich die Lösung auch zu Ferndiagnosen und -services, bis hin zu Fernwartung und Predictive-Maintenance-Angeboten. Vor-Ort-Einsätze lassen sich so um bis zu 80 Prozent reduzieren.

„Wir wollen unseren Partnern ermöglichen, schnell und komfortabel ein eigenes digitales Geschäft aufzubauen, die Beziehung zu ihren Kunden zu festigen und diesen Mehrwerte anzubieten, die ihre Marge verbessern"“, erläutert David Krampe, Senior Marketing Manager bei Lenze. Mit ei3 habe man dafür einen kompetenten, zuverlässigen Partner gefunden.

Die Daten von der Maschine werden per OPC UA an eine Appliance innerhalb des Produktionsnetzwerks übertragen. Von nun an läuft die Kommunikation ausschließlich verschlüsselt auf einem hohen Sicherheitsniveau. Gespeichert werden die Daten in ei3-eigenen, regionalen Datencentern, demnächst Dekra-geprüft auch in Deutschland.

Faktisch handelt es sich somit um eine Private Cloud, in der Big-Data-Services angeboten werden. Der Zugang dazu ist jedoch besonders einfach: „Unser Partner ei3 hat Lösungen, die seit vielen Jahren erfolgreich genutzt werden. Für die OEMs stellt er diese vorkonfiguriert zur Verfügung“, sagt Applikations-Ingenieur Jurgen Rijkers Der Maschinenbauer muss also keinerlei IT- oder Big-Data-Kenntnisse mitbringen. Er konfiguriert lediglich die gewünschten Datenpunkte in der benötigten Applikation, und schon beginnt die Datensammlung.