Eisele etabliert sich auf dem US-Markt

Der deutsche Mittelständler Eisele ist seit 2013 auf dem US-Markt vertreten. Bis 2020 soll die US-Tochter Eisele Connectors ihr Umsatzwachstum auf fünf Millionen Dollar verzehnfachen.

13. Februar 2017

Mit der Gründung und dem Aufbau des Tochterunternehmens Eisele Connectors in Grand Rapids, Michigan, hat Eisele in den USA auch die Fertigung ihres Erfolgsprodukts Liquidline, Steckanschlüsse und Steckverschraubungen für Kühlwasser mit zölligen Schlauchmaßen und NPT-Gewinden gestartet. Dabei nutzte das Unternehmen die US-Tochter als Marktöffner für die amerikanische Automobilindustrie. Ebenso verfuhr man mit der Produktreihe Basicline und den Edelstahlanschlüssen Inoxline. Sukzessive sollen jetzt weitere Produkte für den US-Markt angepasst und neue Branchen wie beispielweise die Lebensmittelindustrie ins Visier genommen werden.

Für einen erfolgreichen Markteintritt in den USA reicht es nicht aus, ausschließlich auf deutsche Qualität zu setzen. Zusätzlich müssen die Umstellung von europäischen Normen, Regularien und Maßeinheiten auf amerikanische Maßeinheiten wie Inch und Fahrenheit, andere Regularien wie die der Food and Drug Administration (FDA) oder andere Gewindebauformen berücksichtigt werden. Die Produktentwicklungsstrategie bei Eisele läuft seit dem US-Engagement folglich mit internationaler Perspektive, sodass die Produkte gleichermaßen für den Vertrieb in Europa und in den USA entwickelt werden.

Bereits 2016 konnte Eisele Connectors durch verschiedene Maßnahmen im US-Markt mit drei Mitarbeitern einen Umsatz von 500.000 US-Dollar erzielen. Eisele plant für die US-Tochter bis 2020 ein Umsatzwachstum um das Zehnfache auf fünf Millionen US-Dollar mit dann 14 Mitarbeitern. Mit 324,3 Millionen Konsumenten und einem Bruttoinlandsprodukt von rund 18,5 Billionen US-Dollar sind die USA immer noch einer der größten Binnenmärkte der Welt.

Wurden 2009 noch 80 Prozent der Eisele-Produkte in Deutschland und die übrigen 20 Prozent in der Europäischen Union verkauft, verfolgt Eisele heute das Ziel in anderen Regionen weiter zu wachsen. Bis zum Jahr 2019 sollen je 15 Prozent des Umsatzes in Asien und in den USA erzielt werden. Europa soll weiterhin 20 Prozent des Umsatzes zusteuern. Deutschland soll mit einem Geschäftsanteil von 50 Prozent weiterhin der starke Heimatmarkt bleiben.