Elektromotorenfertigung: Statoren-Hersteller Elmotec setzt auf Motion-Control von Siemens

Elmotec Statomat fertigt Maschinen zur Herstellung von Statoren für Elektromotoren und setzt dabei auf Motion Control-Lösungen von Siemens. Sie ermöglichen unter anderem eine hohe Wiederholgenauigkeit und Dokumentation des Prozesses.

09. Januar 2019
Der Flachdraht-Stator in Wellenwickeltechnik bietet hohe Energieeffizienz bei gleichzeitig hoher Produktivität. (Bild: Elmotec Statomat)

Wollen Autobauer dem Trend zur Elektromobilität folgen, müssen sie in der Lage sein, energieeffiziente Elektromotoren nicht nur schnell, sondern auch flexibel zu fertigen. Elmotec realisiert dazu die entsprechenden Maschinen, die sich jeweils an die individuellen Konfigurationen des Motorenherstellers anpassen. Neben den Anforderungen an Wirkungsgrad und Energiedichte steht Elmotec vor einer weiteren Herausforderung: „Anders als bei der Herstellung von Industrie-Elektromotoren muss in der Elektro-Mobility für jeden einzelnen Stator die Nachverfolgbarkeit sämtlicher qualitätsrelevanten Materialien, Prozessparameter und Prüfergebnisse gewährleistet sein. Ein Stator ohne Qualitätsdaten ist Ausschuss. Er kann nicht zum Einbau freigegeben werden“, erklärt Anna Sadiku, zuständig für Sales und Marketing bei Elmotec.

Flexible Anlagen und kurze Produktionszeiträume

Beim Wickeln kommen unterschiedliche Technologien zum Einsatz und je nach Anwendungsfall umfasst der vollständige Prozess zahlreiche Einzelschritte. All das müssen die Fertigungsanlagen abbilden. Hinzu kommt, dass weitere Innovationen für Elektroautos zu deutlich kürzeren Produktionszeiträumen führen werden als bei Industriemotoren. Auch darauf müssen die Hersteller mit ihren Anlagen reagieren können. „Für maximale Wiederholgenauigkeit, vollständige Dokumentierbarkeit des Prozesses und einfaches Umstellen auf neue Motorvarianten haben wir eine grundsätzliche Abkehr von mechanischen Kurvenscheiben, hydraulischen Positionierungen und letztlich auch von reinen speicherprogrammierbaren (SPS)-Steuerungen vollzogen. Heute bauen wir die gesamte Steuerungs- und Antriebstechnik solcher Anlagen auf dem Motion-Control-System Simotion auf“, so Bernhard Schnell, Leiter der Elektrokonstruktion. Man profitiere nicht nur von der Hochsprachenfähigkeit des Systems und der Flexibilität der Servotechnik. Von Vorteil seien auch die Sicherheitsfunktionen der zum Motion Control-System gehörenden Antriebsregler Sinamics S120. Die durchgängige Systemtechnik hat eine hohe Regelqualität und Wiederholgenauigkeit zur Folge, was sich positiv auf Prozessqualität und -sicherheit auswirkt.

Leistungssteigerung mit Simotion

„Mit Simotion als Bewegungsführung können wir alle Prozessschritte mit der benötigten Genauigkeit realisieren und eine attraktive Performance bieten. Dabei werden alle qualitätsrelevanten Prozesskräfte überwacht, wofür auch die Daten der Antriebe ausgewertet werden. So können wir Fehlteile verhindern und das übergeordnete Manufacturing Execution (MES) System mit allen für den Qualitätsnachweis benötigten Daten versorgen“, fasst Schnell zusammen.

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