Engineering in der Wolke

Aucotec macht seine Engineering Base erstmal über die Cloud zugänglich. Vorteile hat das Konzept besonders bei der mobilen Nutzung der Daten, wofür das Unternehmen zwei neue Apps anbietet.

18. September 2017

Auf der diesjährigen SPS IPC Drives stellt Aucotec erstmals sein Cloudkonzept vor. Durch die Nutzung des Cloudservices können Unternehmen ihre Maschinen, Anlagen und mobilen Systeme mit der Engineering-Base ohne eigene Server-Hardware und mit beliebiger Skalierbarkeit in der Cloud planen. Die Software lässt sich unabhängig von Hardware und Client-Installationen an jedem Endgerät nutzen. Das ermöglicht es, die Engineering-Base unternehmensintern als Software as a Service (SaaS) anzubieten. Für höchstmögliche Datensicherheit wird die Software auf der von T-Systems betriebenen Microsoft-Cloud Azure Deutschland betrieben.

Zum Cloudkonzept von Aucotec gehören optionale Apps für bestimmte Anwendungsbereiche. Sie ermöglichen die mobile Nutzung von Engineeringdaten sowie die Datenerfassung vor Ort. Die Apps basieren auf HTML5, passen sich jedem Display an (responsive) und sind mit Android, Windows, IOS oder im Browser nutzbar. Diese Art des Zugangs basiert auf der Trennung zwischen einem SQL-Datenbankserver und einem oder mehreren Application Servern, die einen Webservice-basierten Zugriff auf die Engineering-Daten bieten.

Anwendungsspezifische Apps sind bereits verfügbar für Wartung und Vertrieb. Mit der Wartungsapp haben Servicemitarbeiter überall Zugriff auf alle freigegebenen Anlagendokumente, von P&ID bis zum Arbeitsblatt. Das ist bei Reparaturen von Vorteil, denn oft sehen die Techniker erst vor Ort, welche Daten sie brauchen. Die Servicetechniker laden die gewünschten Unterlagen herunter und können auch Änderungsinformationen eingeben, falls die Konfiguration im Zuge einer Reparatur geändert hat, eventuell mit Fotos zur Dokumentation. Der As-built-Stand der Anlage ändert sich aber erst, wenn ein Planungsingenieur die Daten geprüft und freigegeben hat.