Entschärfung der brisanten Nachwuchssituation

Der Mangel an qualifiziertem Nachwuchs und Ingenieuren ist in fast allen Industrienationen deutlich spürbar. Dies zeigt das VDI-Szenario-Tool, das die Entwicklung auf dem Ingenieurarbeitsmarkt bis ins Jahr 2029 prognostiziert. Um diesem Trend entgegenzuwirken, findet am 25. und 26. Juni das Kick-off-Meeting des neugegründeten internationalen Netzwerks Center of Excellence for Technology Education (CETE) im VDI-Haus in Düsseldorf statt.

23. Juni 2015

Das CETE will vor diesem Hintergrund die Qualifikation von Nachwuchs für technische Berufe durch Stärkung der Technischen Bildung fördern. Ins Leben gerufen wurde das Netzwerk von den vier Professoren der Universität Duisburg-Essen Dieter Münk, Martin Lang und Stefan Fletcher sowie der Leiterin Ingelore Mammes. Der Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) fördert das Projekt in den kommenden drei Jahren mit über 600.000 Euro.

Mit internationalen Wissenschaftlern aus dem Bereich Technology Education findet am 25. und 26. Juni auf Einladung des VDI, der Mitglied des CETE-Advisory-Boards ist, das Kick-off-Meeting in Düsseldorf statt.

Ziel Technischer Bildung ist es, durch Kompetenzentwicklung sowie die Förderung von Begabung und Interesse eine Technische Allgemeinbildung und positive Identifikation mit Technik bei jungen Menschen auszubilden. Hierdurch wird die spätere Entscheidung für ein technikwissenschaftliches Studium oder eine entsprechende Ausbildung unterstützt und hilft somit bei der Entschärfung der brisanten Nachwuchssituation. Aktuell ist die Technische Bildung im allgemeinbildenden Schulsystem vieler Staaten – darunter auch Deutschland – eher lückenhaft und unsystematisch vertreten. Aus diesem Grund will das CETE eine besondere Entwicklungsarbeit leisten und der national und international noch wenig entwickelten Scientific Community mehr Potenzial verleihen. Technische Bildung soll dabei über die gesamte Bildungsphase vertreten sein.

Durch gemeinsame Forschungsprojekte, Studien- und Forschungsaufenthalte sowie internationalen Workshops und Summer Schools soll die Erforschung technischer Bildungsprozesse vorangetrieben und gezielt wissenschaftlicher Nachwuchs für die technikwissenschaftlichen Disziplinen gefördert werden. Darüber hinaus sollen diese forschungsbasierten Erkenntnisse durch Publikationen und Fortbildungen Eingang in die schulische Praxis finden und sich durch internationale Studienpartnerschaften und digitale Lehr-/Lernangebote auch in der Lehrerausbildung niederschlagen.