»Entwicklungen hautnah miterleben«

Blickpunkt

Fragen an Frank Bernhardt - Der Leiter Vertrieb der VEM Transresch GmbH sieht die SPS IPC Drives als komplette Plattform, auf der sich Antriebstechnik und Automatisierung verbinden.

13. November 2012

Herr Bernhardt, die SPS IPC Drives boomt wie kaum eine andere Messe. Worin liegt Ihrer Meinung nach die Anziehungskraft?

Die Teilnahme an der SPS ist inzwischen in unserem Haus gute Tradition. Wir konnten quasi hautnah die Entwicklung einer Messe miterleben, die inzwischen eine große Bedeutung für den europäischen Markt erlangt hat. Die Organisation ist sehr gut und von einzelnen Komponenten bis hin zu kompletten Systemen wird nahezu das gesamte Spektrum der Automatisierungs- und Antriebstechnik präsentiert. Insbesondere in der Konzentration auf diese Themen liegt für uns der Reiz.

Mit welchen Erwartungen startet VEM in die Messe?

Die SPS ist eine echte Fachmesse mit großer internationaler Resonanz. Wir erwarten also vor allem interessante und intensive Gespräche, neue Kontakte und regen fachlichen Austausch. Und sie soll Trends aufzeigen, in welche Richtung sich der Markt entwickeln wird und welche Produkte und Lösungen künftig von uns erwartet werden.

Nimmt die Antriebstechnik dabei einen ausreichenden Stellenwert ein?

Ich glaube schon. Da unser Schwerpunkt die Antriebstechnik ist, wünscht man sich als Hersteller natürlich, daß der eigene Bereich auch ausreichend gewürdigt wird. Allerdings sind Antriebs- und Automatisierungstechnik ohnehin nicht mehr zu trennen. Wichtig ist, daß die Besucher sich umfassend informieren können.

Was zeigen Sie Neues in Nürnberg?

Unser Fokus liegt auf der Systemintegration, wir wollen also die VEM-Gruppe als Spezialisten für kundenspezifische, komplexe Antriebslösungen präsentieren. Unabhängig davon, ob es sich etwa um die Modernisierung einer Untersynchronen Stromrichterkaskade handelt oder ein Antriebssystem für ein Walzgerüst.

Was wird sich in der Branche tun in den nächsten drei Jahren?

Die Notwendigkeit, energie- und kosteneffiziente Systeme zu liefern, wird größer. Vor diesem Hintergrund erwarte ich auch steigenden Bedarf an Modernisierung bestehender Systeme. Und es ist für uns als VEM auch künftig wichtig, unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen für ihre Anwendungen zu bieten.

Die Fragen stellte Michael Kleine

Zur Person

Frank Bernhardt

Der gelernte Diplom-Ingenieur für Maschinenbau ist seit 2008 im Vertrieb der VEM transresch GmbH tätig.

Im Jahr 2009 ist er zum Prokuristen ernannt worden und gleichzeitig zum Leiter Vertrieb.

VEM

Die Gruppe mit weltweit über 1.800 Mitarbeitern ist Hersteller von System- und Antriebslösungen sowie von Spezialantrieben und Einzelkomponenten. Der Leistungsbereich reicht dabei von 0,06 Kilowatt bis 35 Megawatt. Die VEM Transresch GmbH mit Sitz in Berlin gehört seit März 2011 zur VEM-Gruppe. Sie entwickelt antriebstechnische Lösungen für Applikationen in unterschiedlichen Bereichen wie Kraftwerken, Chemieanlagen, Prüfständen oder in der Metallurgie.

Erschienen in Ausgabe: 08/2012