Eos wird 30

Das Unternehmen wurde am 24. April 1989 von Dr. Hans J. Langer gegründet. Mit einer installierten Basis von rund 3.500 industriellen 3D-Druckern zählt das deutsche Familienunternehmen heute zu den weltweit führenden Anbietern von additiven Fertigungslösungen.

15. April 2019
Eos wird 30
Eos Firmenzentrale in Krailling bei München. (Bild: EOS)

Die erste Unternehmensphase stand noch im Zeichen der Stereolithographie, seit 1997 konzentriert EOS sich ausschließlich auf das Laser-Sintern. Damals eine Entscheidung von großer Tragweite und wie sich zeigte, die richtige Strategie. Denn dieses pulverbettbasierte Verfahren ist es, welches besonders gut für den heute stark wachsenden Markt der Serienanwendungen geeignet ist – sowohl bezüglich Qualität und Reproduzierbarkeit als auch Geschwindigkeit und Kosten der Bauteilfertigung.

Ein weiterer Erfolgsfaktor war, dass Eos schon früh sowohl Systeme zur Verarbeitung von Kunststoffen als auch Metallen anbot und auch darauf abgestimmte Werkstoffe, Prozesse und Software. Um Unternehmen noch besser in der Nutzung der Technologie zu unterstützen, gründete Eos 2015 die Beratungseinheit Additive Minds. Mit mehr als 300 erfolgreichen Kundenprojekten gehören die gut 100 Additive Minds-Experten global zu den erfolgreichsten AM-Beratungen.

Insgesamt zählt EOS mittlerweile mehr als 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit, ursprünglich bestand das Team um Dr. Langer aus vier Personen. EOS befindet sich in Familienbesitz, ist damit eigenständig und unabhängig und verfügt über einen definierten Wertekanon, der die Unternehmenskultur prägt.

Die Zukunft der Fertigung gestalten

Flexible, leichte und zugleich stabile Bauteile, hergestellt in einem Verfahren, das nur so viele Rohstoffe verwendet, wie für das Produkt notwendig sind; unter Einsatz neuer Werkstoffe, die sich konventionell kaum verarbeiten lassen – die Möglichkeiten des 3D-Drucks sind nahezu grenzenlos.

Technologie und Know-how von Eos finden entsprechend in zahlreichen Industrien und Lebensbereichen Anwendung: von der Treibstoff sparenden Komponente in der Luftfahrt, über bedarfsgerecht gefertigte Ersatzteile für Bus und Bahn bis zur patientenindividuellen Prothese.

YouTube

Der zunehmende AM-Einsatz zur Serienfertigung geht einher mit der Notwendigkeit der Technologieintegration in bestehende Produktionsumgebungen. Das Ziel: eine höchst flexibel anpassbare Produktion, die industriellen 3D-Druck und konventionelle Fertigungstechnologien in einer digitalen Fabrik optimal miteinander verbindet. Eine Entwicklung, die Eos aktiv vorantreibt.

Das Eos Ecosystem

Für die Zukunft ist Eos als Teil des Eos Ecosystems nach eigenem Bekunden bestens aufgestellt. Über viele Jahre hinweg von Langer aufgebaut und erweitert, ist das Ecosystem ein mehrschichtiges Netzwerk aus Eos-Beteiligungen, dem Unternehmen AM Ventures sowie externen Partnern und unterstützt vielversprechende Start-ups.

Im Zusammenwirken der Unternehmen werden Kompetenzen gebündelt, so dass kundenspezifische Fertigungslösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette realisiert werden können – von der Idee, über Design und Konstruktion, über Produktion und Nachbearbeitung bis hin zum fertigen Bauteil. Ein Anwendungsgebiet mit großem Potenzial ist die Raumfahrt, beispielsweise im Bereich innovativer Raketenantriebe.