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Branche Logistik

Sensoren – Die moderne Logistik ist ein exzellenter Tummelplatz für Sensoren wie die von Leuze Electronic. Darum hat das Unternehmen seine Produkte für diesen Bereich optimiert.

20. April 2016

Nicht erst seit Industrie 4.0 Realität zu werden beginnt, sind industrielle Schnittstellen von Profibus bis I/O-Link ein Merkmal moderner Sensoren. Außerdem sollen sie zuverlässig und einfach zu montieren sein. »Was Sensoren in der Praxis leisten sollen, spiegelt sich besonders eindrücklich in modernen Shuttle-Lösungen wider«, sagt Wolfgang Peisker, Leiter Industry Sales Intralogistik bei Leuze Electronic. Solche Shuttles können in unterschiedlichen Bereichen von Materialfluss- oder Lagersystemen eingesetzt werden und verschiedene Lasten handhaben.

Dabei bewältigen sie oft eine hohe Zahl von Ein- und Auslagervorgängen in kurzer Zeit. Für die schnellen, hochflexiblen Shuttles werden sehr zuverlässige, platzsparende und sichere Sensoren zur Feinpositionierung, Detektion von Freiräumen, Anwesenheitskontrolle oder für den Kollisionsschutz benötigt. Diese stellen die Verfügbarkeit sicher und sind am besten so konzipiert, dass auch Montage und Inbetriebnahme schnell und einfach vonstattengehen.

Ein Beispiel für smarte Sensorlösungen, die den Forderungen nach Dynamik, Genauigkeit und vor allem hoher Flexibilität, aber auch nach kompakter Baugröße sowie einfachem Handling erfüllen, sind die optischen Distanzsensoren der Baureihe 10 von Leuze Electronic. Ihre große Objekttoleranz gegenüber Farbe, Material, Oberfläche und Detektionswinkel machen den messenden (ODS 10) und schaltenden (HT 10) Distanzsensor laut Leuze außerordentlich zuverlässig und präzise.

Ob Metalle, Kunststoffe oder organische Oberflächen wie Holz, ob matt, tiefschwarz oder glänzend, die Sensoren dieser beiden Baureihen meistern nahezu jede Herausforderung mit einem konstanten Schaltpunkt.

Selbst bei wechselnden Umgebungsbedingungen oder Materialien sowie bei unterschiedlichen Detektionswinkeln auf nicht exakt orthogonal ausgerichtete oder schnell beförderte Objekte arbeiten sie zuverlässig. So werden Detektionsfehler vermieden und aufwendiges Nachjustieren entfällt.

Auch der Arbeitsbereich dieser Distanzsensoren ist bemerkenswert. Er beginnt bereits bei 50 Millimeter und reicht bis 8.000 Millimeter. Gegen eine Reflexfolie lassen sich sogar Grenztastweiten bis 25 Meter erreichen. Die Genauigkeit, mit der die Distanzsensoren Objekte mit einem Remissionsgrad von sechs bis 90 Prozent erkennen, liegt bei einer Reproduzierbarkeit von bis zu vier Millimetern.

Anschlussfertig für Industrie 4.0

Dank ihrer kompakten Bauform mit montagefreundlichem Design ermöglichen sie eine platzsparende Installation auf engstem Raum. Große Bedien-, respektive Teachtasten sowie das OLED-Display beim ODS 10 erlauben eine geführte Inbetriebnahme und Diagnose der Sensoren per Knopfdruck. Gut sichtbare Statusanzeigen oben und vorne lassen einfache Statusüberprüfungen, selbst aus der Entfernung oder in beengten Einbausituationen, zu. Sogar in Bezug auf die elektrischen Anschlüsse sowie die Anzahl der I/Os zeigen sich die Sensoren flexibel anpassbar an individuelle Anforderungen. Dazu gehört auch eine I/O-Link-Schnittstelle, die beide Gerätevarianten bereit für Industrie 4.0 macht.

Auf diesem Weg lassen sich Diagnosedaten übertragen, um durch eine konstante Überwachung der Empfangspegel frühzeitig vor einem drohenden Ausfall durch übermäßige Verschmutzung oder Dejustage zu warnen. Neben den messenden Distanzsensoren, die in Shuttles hauptsächlich für Fach-belegt-Kontrollen, Auffahrsicherungen oder Positionieraufgaben verwendet werden, kommen in diesem Umfeld aufgrund der engen Platzverhältnisse bevorzugt miniaturisierte Sensoren zum Einsatz. Dazu gehören bei Leuze unter anderem Lichtschranken und Lichttaster.

 So lassen sich etwa Überhangkontrollen sehr nah an der Außenkante einfach aber wirkungsvoll mit Einweg-Lichtschranken vom Typ LSR?2 oder Reflexionslichtschranken vom Typ PRK?2 realisieren.

Beide Geräte bieten große Reichweiten von zwei beziehungsweise vier Metern sowie hohe Funktionsreserven. Mit ihren Abmessungen von nur 23,1 x 12 x 8 Millimetern sind sie viel kleiner als eine Streichholzschachtel und unschlagbar, wenn es um die Unterbringung in engen Platzverhältnissen geht. Sie sind prädestiniert für die zuverlässige Detektion von beispielsweise Kleinteilen oder, wie im Fall von polarisierten Reflexionslichtschranken, wenn es um Objekte mit glänzenden Oberflächen geht.

Über die bereits genannten Baugrößen und Sensorarten hinaus bietet Leuze electronic ein umfassendes Produktportfolio für jeden Anwendungsbereich der Intralogistik mit jeglicher Funktion. Dazu gehören auch Automatisierungskomponenten wie Barcodeleser, Barcode-Positioniersysteme oder Datenübertragungslichtschranken.

Barcodeleser wie der BCL 648i zeichnen sich durch eine hohe Auflösung und einfaches Handling aus. Sie arbeiten mit blauem Laserlicht und ermöglichen so eine um 50 Prozent höhere Tiefenschärfe im Vergleich zu herkömmlichen Scannern mit rotem Laserlicht. Das macht sie unempfindlicher gegen Abstandsschwankungen des zu erkennenden Objekts.

Daten kabellos übertragen

Wenn es darum geht, Daten ohne Kabel und Störeinflüsse über große Distanzen zu übertragen, sind optische Datenübertragungslichtschranken die richtige Wahl. Geräte wie die DDLS 500i ermöglichen die kontaktlose und verschleißfreie optische Kommunikation überall, wo mechanische Systeme an ihre Grenzen stoßen. Mit 100 Megabit pro Sekunde können alle gängigen Datenprotokolle bis zu einer Entfernung von 200 Metern in Echtzeit übertragen werden.

»Kommunikation ist auch das Stichwort für Industrie-4.0-Themen, die im Bereich der Intralogistik zunehmend von großer Relevanz sind. Sensoren sind die Sinnesorgane der Industrie 4.0«, ergänzt Peisker. Dazu bietet Leuze für die genannten Produkte neuartige Funktionalitäten wie integratedconnectivity oder availabilitycontrol.

Schon seit Jahren rüstet Leuze electronic zahlreiche Sensoren aus seinem Programm mit industriellen Schnittstellen wie Profibus, Profinet, Ehernet IP oder IO-Link aus. Damit lassen sich nicht nur Prozessinformationen übertragen. Es ist darüber hinaus auch möglich, Anlagen besser und zielgerichteter zu warten, und ungeplante Stillstandszeiten sind vermeidbar. »Diese Funktionen machen die Sensorik nach außen transparenter und unterstützen damit nicht nur Intralogistik-Applikationen auf ihrem Weg in die vierte industrielle Revolution«, resümiert Peisker. bf

Erschienen in Ausgabe: 03/2016