Erhebliches Marktpotenzial für openSafety

Studie erhebt Marktanteile der Industrial-Ethernet-Systeme

02. Juni 2010

openSafety, das erste offene und busunabhängige Safety-Protokoll, besitzt das Potenzial, sich als einheitlicher Standard für die sicherheitsgerichtete Datenübertragung in Automatisierungsnetzwerken durchzusetzen. Die Open-Source-Software ist interoperabel mit allen Industrial-Ethernet-Protokollen.

Neben openSafety over Powerlink hat die Ethernet Powerlink Standardization Group (EPSG) voll funktionsfähige openSafety-Lösungen auf der Grundlage von Modbus TCP, EtherNet/IP und Sercos III realisiert, durch die eine rasche Verbreitung des Sicherheitsprotokolls zu erwarten ist. Im April dieses Jahres zitierte das Factory-Industriemagazin eine aktuelle Studie des renommierten und unabhängigen Marktforschungsinstituts IMS Research, in der die Marktanteile der Industrial-Ethernet-Systeme untersucht wurden. Demnach hat EtherNet/IP mit 30 Prozent den größten Marktanteil, dicht gefolgt von Profinet mit 28 Prozent. Modbus TCP/IP kommt in 22 Prozent der Anwendungen zum Einsatz, Powerlink, das sich besonders für den Einsatz in Anwendungen mit harter Echtzeit eignet, in 11 Prozent. Alle übrigen Systeme kommen gemeinsam auf 9 Prozent. Für openSafety ergibt sich bereits jetzt auf Basis der vorhandenen Lösungen ein Anwendungspotenzial von mehr als 63 Prozent. Lösungen für weitere führende Industrial-Ethernet-Standards werden folgen. Damit bietet die Software die Chance auf einen allgemeinen Standard für Safety-Systeme, zumal die Entwicklung sicherheitsgerichteter Technologie sehr kostenintensiv ist und Hersteller und Anlagenbetreiber mit openSafety ihren Entwicklungsaufwand deutlich reduzieren können.