Erweiterte Leistungsfähigkeit

Parker-Prädifa ist es gelungen, O-Ring Dichtungen mit RFID-Chips auszustatten.

16. August 2013

Die von der Parker Dichtungsgruppe vorgestellte integrierte RFID-Technologie für O-Ringe eröffnet neue Wege im Dichtungs-Management. Vorteile der neuen Dichtungsgeneration so genannter „Smart Seals“: eindeutige Identifizierbarkeit, Rückverfolgung, Lagermanagement, Bauteilinstallation, Anlagenwartung und vieles mehr.

RFID erlaubt den berührungslosen Zugang zu den auf einem RFID-Transponder gespeicherten Informationen. Die von Parker verwendeten RFID-Transponder, die von einem entsprechenden Lesegerät aktiviert und ausgelesen werden, benötigen keine eigene Stromversorgung. Die Größe des RFID-Chips liegt im Bereich von ca. 1 Millimeter. Eine effektive Implementierung in Dichtungslösungen wie O-Ringen mit einer Schnurstärke von mehr als 3,5 Millimetern ist somit möglich.

Über einen speziell entwickelten Herstellprozess wird der RFID-Chip in den O-Ring mit einvulkanisiert. Die Position des RFID-Transponders kann dabei genau kontrolliert werden, so dass dieser zentral innerhalb des O-Ring-Querschnitts sitzt. Die RFID-Technologie lässt sich in alle gängigen Dichtungsmaterialien integrieren. Die so ausgestatteten O-Ringe können in einem breiten Medien- und Temperaturspektrum eingesetzt werden. Dabei wird die Leistungsfähigkeit des Dichtelements wie der Druckverformungsrest oder das Verhalten im Anwendungsmedium nur marginal beeinflusst, wie Laborprüfungen bestätigt haben.

Die RFID-Chips lassen sich kundenspezifisch programmieren und aus einer Entfernung von mehreren Metern auslesen. Zur exakten Identifizierung jedes einzelnen mit einem RFID-Transponder ausgestatteten Parker O-Rings besitzt jeder RFID-Chip eine eindeutige Identifizierungsnummer. Diese Identifizierungsnummer wird ausgelesen und kann über das Parker Tracking System mit spezifischen Informationen verknüpft werden.

Mit dem Parker Tracking System (PTS) wird Kunden ein webbasierter Service angeboten. Er erlaubt den komfortablen Zugang zu den gespeicherten Informationen, die mit RFID-ausgestatteten O-Ringen verknüpft sind. Dabei wird bereits standardmäßig eine Vielzahl von Produktinformationen erfasst. Zur eindeutigen Identifizierung der O-Ringe werden sowohl kundenspezifische, logistikspezifische als auch materialspezifische Informationen berücksichtigt.