Es ist wieder Showtime

Branchentreff Motek

Motek. Bestens gefüllt sind die Hallen zur Motek und Bondexpo. Gemäß den derzeitigen Supertrends ist die Messe auf moderne, integrierte kollaborierende Systeme und Komponenten ausgerichtet.

30. September 2016

Die Produktions- und Montageautomatisierung mitsamt der dazugehörigen Komponenten hat bald wieder ihre traditionsreiche Bühne, wenn in Stuttgart die 35. Motek im Duett mit der Bondexpo stattfindet. Über 1.000 Aussteller haben sich insgesamt angemeldet. Das freut Projektleiter Rainer Bachert: »Damit bieten wir auch im Jahr 2016 das weltgrößte Angebot an Technologien, Produkten, Baugruppen, Teil- und Subsystemen sowie Komplettanlagen für die stückzahlflexible Variantenmontage in allen Chargengrößen.« 27 Nationen sind am Start, die das komplette aktuelle Produkt- und Leistungsspektrum abdecken. Die Besucher erwartet damit eine Fülle von Produkten, Lösungen, Anlagen, Komponenten, Prozessen, Information, Kommunikation und Kontakten.

Für Bachert liegen die Stärken der Motek in der Präsentation aller für die Produktions- und Montageautomatisierung benötigten Komponenten und Baugruppen sowie zum anderen in der Vorstellung andock- oder integrationsfähiger Teil- und Subsysteme und schlüsselfertiger Montagelösungen. »So ergibt sich ein Überblick über Produktionsnetzwerke sowie Prozesse und Strukturen, auch als Motor für die Industrie 4.0.«

Zahlreiche Sonderthemen

Begleitet werden Motek und Bondexpo von zahlreichen Rahmenveranstaltungen wie der »I 4.0 Arena of Integration« des Landesnetzwerks Mechatronik Baden-Württemberg, dem Gemeinschaftsstand mit Forum »Digitalisation@Automation«, dem »VDI-Tag zum Thema Digitalisierung/Big Data«, dem messebegleitenden Fachkongress »Leichtbau meets Robotik«, dem Aussteller-Forum sowie dem Bondexpo-Kongress zum komplexen Thema Kleben, Dichten, Dämmen sowie dem Fügen und Verbinden im Leichtbau.

Ganz besonderes Augenmerk liegt aber auf der Robotik-Systemintegration und dem verwandten Thema Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK). Mehr als 150 Sondermaschinen- und Roboterhersteller sowie Roboter-Systemintegratoren zeigen, was auf diesem Gebiet derzeit Stand der Technik ist. Dazu gehören unter anderem Bosch, Denso, Güdel, Hiwin, IAI, Kuka Systems, Stäubli oder Yaskawa.

Gemäß des »Application-Road«-Konzepts ist in unmittelbarer Nähe in der Halle 7 das IPA Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung mit zwei Präsentationsflächen vertreten. Eine Fläche stellt das Projekt Lean Intelligent Assembly Automation (LIAA) vor. Auch Hersteller und Anbieter von Greifsystemen und Roboter-Peripherie sowie von Handhabungstechnik und Ausrüstungen für den Materialfluss befinden sich dort. Die Motek will so die Prozesskompetenz der Branche darstellen. Denn die moderne Robotik findet in immer mehr Branchen und in immer mehr Prozessen neue Anwendungsfelder, die weit über die angestammten Industriesegmente hinausgehen. Die »General Industry« steht heute im Fokus und verheißt der Roboter-Branche ganz neue Absatzmärkte und höhere Absatzzahlen.

Erstmals dabei

Genau in diesem Bereich tummelt sich auch Universal Robots, die erstmalig mit einem eigenen Stand vertreten sind. Der dänische MRK-Pionier zeigt die Vielseitigkeit kollaborierender Leichtbauroboter und die neuesten Lösungen, Service-Angebote und Zubehörteile rund um seine sechsachsigen Roboterarme UR3, UR5 und UR10.

Seit Juni 2016 betreibt das Unternehmen die neue Plattform Universal Robots+ sowie das kostenfreie +YOU Developer Program. »Auf der Motek führen wir bereits die ersten innovativen Lösungen vor, die durch die Teilnahme an diesem Programm entstanden sind«, sagt Helmut Schmid, General Manager Western Europe bei Universal Robots. Am ersten Messetag um 15 Uhr spricht er über dieses Thema auf dem Aussteller-Forum in der Halle 9.

Die vielseitige Produktfamilie von Universal Robots können Messebesucher auch am Gemeinschaftsstand von WMV Robotics und Smart Robotics kennenlernen. Anhand von unterschiedlichen, intelligenten Greifersystemen stellen die Unternehmen die Vielseitigkeit und Flexibilität der kollaborierenden Roboterarme zur Schau. Besonders deutlich wird dies in einer Anwendung des UR3, der im »Casino Universal« die Besucher mit einem Würfelspiel unterhalten wird. WMV-Geschäftsführer Torsten Woyke: »Wir zeigen Anwendungen, in denen sich kollaborierende Roboterarme auf den autonomen mobilen Plattformen von Mobile Industrial Robots eigenständig zwischen Arbeitsplätzen hin- und herbewegen können.«

Sicherheit im Antrieb

Pilz konzentriert sich auf die sicherere Sensorik PSEN sowie sichere Lösungen rund um die Antriebstechnik. Dazu gehören Motion Control, Steuerungen, Servoverstärker und Servomotoren. Das neue Motion-Control-Steuerungssystem PMCprimo MC verfügt jetzt über mehr Leistung und steht als offenes, externes System dem bisherigen antriebsintegrierten Steuerungssystem PMCprimo C, bei dem sich die Motion-Control-Karte einfach in den Servoverstärker PMCprotego D stecken lässt. Zusammen mit der Sicherheitskarte PMCprotego S entsteht eine sichere und kompakte Antriebslösung. PMC ist offen ausgelegt, auch eine Schnittstelle für Profinet steht zur Verfügung.

Das sichere Zusammenspiel von Sensorik, Steuerungs- und Antriebstechnik können Besucher selbst erleben, indem sie gegen die »automatisierte Pilz-Elf« antreten: Perfekte Spielzüge aus Sensorik, Steuerungs- und Antriebstechnik sowie Visualisierung lassen sich an dem mit diversen Pilz-Produkten ausgestatteten, automatisierten Tischkicker live ausprobieren.

Pilz-Dienstleistungen, neu auch speziell für den Antriebsbereich, sorgen für maximale Verfügbarkeit und Anlagensicherheit. Dies umfasst die Risikobeurteilung genauso wie vielfältige Sicherheitskonzepte und die CE-Kennzeichnung.

Zwei Arten vereint

Der Hybrid-Parallelgreifer von IPR – Intelligente Peripherien für Roboter – vereint durch seine kombinierte elektropneumatische Funktionsweise die Eigenschaften zweier Antriebsysteme: schnelle servomotorische Positionierung und prozesssicheres pneumatisches Greifen.

Durch den integrierten Servomotor lassen sich Hübe frei programmieren und somit Werkstücke verschiedener Größen handhaben. Das minimiert laut Hersteller die Taktzeiten durch das exakte Vorpositionieren der Greiferbacken.

Die aufzubringende Greifkraft und somit das Halten von Werkstücken erfolgt beim Hybrid-Parallelgreifer pneumatisch mit Komponenten der Greifer-Baureihen RPW- und IPW, die eine sichere Handhabung empfindlicher Werkstücke bis 80 Kilogramm ermöglichen. Dank Pneumatik ist ein dauerhafter Regelbetrieb des Servomotors nicht notwendig.

Der Elektroantrieb des Hybrid-Parallelgreifers ist als Zusatzachse in die Robotersteuerung integriert. So kann der Roboter mit dem Greifer kommunizieren, was eine schnelle und einfache Interaktion gemäß Industrie 4.0 garantiert. Mit Zubehör ist der Hybrid-Parallelgreifer auch für Mess- und Prüfaufgaben einzusetzen.

Optimal fortbewegen

Räder und Rollen stehen im Mittelpunkt bei Blickle. Ein Highlight sind die hochwertigen Heberollen mit integriertem Feststellfuß. Diese sind dafür geeignet, mobile Betriebseinrichtungen, Transportgeräte und Maschinen in stabile Arbeitsflächen zu verwandeln.

Die Heberollen sind dafür in vielen Ausführungen mit unterschiedlichen Bedienkonzepten erhältlich – unter anderem für den Schwerlastbereich mit Traglasten bis zu zwei Tonnen. Spezielle Varianten bietet Blickle auch zum Ausnivellieren von Bauhöhenunterschieden. Eine robuste und hochwertige Bauweise macht die Heberollen langlebig und zuverlässig.

Darüber hinaus zeigt Blickle antistatische Räder mit Elastik-Vollgummireifen in spurfreier Ausführung. Damit gehört das Problem unerwünschter Spuren auf dem Boden der Vergangenheit an. Sie finden Einsatz in der Medizintechnik, der Elektro- und Halbleiterindustrie, der Automobilbranche, in Krankenhäusern sowie in explosionsgefährdeten Bereichen. Die neue Radvariante ist in Raddurchmessern von 100, 125, 160, 200 und 250 Millimetern auf Anfrage erhältlich.

Die beiden Barcode-Laserscanner DS2100N und DS2400N der 2K-Serie von Datalogic sind mit ihren zahlreichen Anschlussmöglichkeiten und kompakten Abmessungen sehr flexibel und wirtschaftlich. Sie wurden speziell für Anwendungen im Bereich automatischer Warenlager und Produktion entwickelt, bei denen mehrere Lesegeräte benötigt werden, und sind laut Hersteller sehr leistungsstark und erlauben einen geringen Leseabstand.

Der auf Android basierende PDA DL-Axist ist ein robustes, industrietaugliches Gerät mit einem laut Datalogic brillanten 5-Zoll-Full-Touch-HD-Display und einem leistungsstarken 2D-Imager. Die Datalogic SoftSpot-Technologie ermöglicht das Scannen mittels eines frei auf dem Touchscreen platzierbaren Buttons. Der Computer ist aufgrund Schutzklasse IP67 und Fallschutz bis zu 1,8 Meter Höhe sowohl für den Einsatz in industrieller Umgebung als auch im Außenbereich geeignet.

Auf einen Blick

Motek

Die internationale Fachmesse Motek ist weltweit die führende Veranstaltung in den Bereichen Produktions- und Montageautomatisierung, Zuführtechnik und Materialfluss, Rationalisierung durch Handhabungstechnik und Industrial Handling. Als einzigartige Branchenplattform bildet sie die ganze Welt der Automation ab.

Universal Robots: Halle 7, Stand 7304

Pilz: Halle 8, Stand 8410

IPR: Halle 5, Stand 5320

Blickle: Halle 8, Stand 8230

Datalogic: Halle 8, Stand 8310

Erschienen in Ausgabe: 07/2016