Es ist Zeit, Potenziale zu nutzen

Dr. Markus Klaiber, technischer Geschäftsführer der Schunk GmbH & Co. KG, äußert sich in einem Gespräch zu Neuheiten, Trends und Erwartungen rund um die EMO 2013.

12. September 2013

Als weltweit führende Messe im Bereich der Metallbearbeitung ist die EMO die ideale Plattform, um unsere technische Kompetenz in der Spanntechnik und bei Greifsystemen unter Beweis zu stellen. Unter dem Motto „Es ist Zeit, Potenziale zu nutzen“ präsentieren wir in diesem Jahr über 20 neue Benchmarkprodukte, die in der Fertigungstechnik Maßstäbe setzen.

Um welche Potenziale geht es?

Im Mittelpunkt stehen die Themen Produktivität, Zuverlässigkeit und Flexibilität. In den vergangenen Jahren gab es in der Nullpunktspanntechnik, bei Präzisionswerkzeughaltern und in der Automatisierung von Fertigungsprozessen enorme Entwicklungssprünge. Wir möchten Anwendern auf der EMO zeigen, welche Chancen in den Modulen stecken.

Was sind Ihre persönlichen Messehighlights?

Drei Innovationen stechen besonders hervor: So gibt es den preisleistungsoptimierten Hochleis-tungswerkzeughalter Tendo E compact ab sofort auch für den unter wirtschaftlichen Aspekten be-sonders attraktiven Schaftdurchmesser 16. Er eröffnet völlig neue Effizienzpotenziale beim Downsi-zing von Werkzeugen für die Volumenzerspanung. Zum zweiten das Handspannfutter Rota-S flex. Es wiegt bis zu 60 Prozent weniger als konventionelle Drehfutter und deckt einen enormen Spannbereich ab. Und schließlich die Schwerlastroboterkupplung Vero-S NSR maxi 220. Sie ermöglicht rasante Palettenwechsel in der Schwergewichtsklasse bis 1.000 Kilogramm.

Worauf sollten Anwender bei ihren Investitionsentscheidungen besonders achten?

Aus Sicht von Schunk gibt es sieben Megatrends, die Module und Anlagen erfüllen müssen, damit Anwender in Zukunft erfolgreich sind: Intelligenz, Sicherheit, Wandlungsfähigkeit, Ressourceneffizi-enz, Zuverlässigkeit, Nachhaltigkeit und vor allem Einfachheit. Wer seine Kaufentscheidungen auf diese Faktoren hin überprüft, wird lange Freude an seinen Investitionen haben.

Wie schätzen Sie derzeit die konjunkturelle Situation ein?

Die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise machen sich weiterhin in einigen Regionen Europas und der Welt bemerkbar. Insgesamt spüren wir aber, dass der Markt deutlich anzieht. Das Schunk Präzisionswerkzeughaltersystem Tendo und das Schunk Nullpunktspannsystem Vero-S verzeichnen international so hohe Zuwachsraten, dass wir in diesem Jahr insgesamt 30 Millionen Euro in unsere beiden Spanntechnikstandorte Lauffen und Mengen investieren. Viele Anwender haben erkannt, welche Potenziale in diesen Modulen stecken.

Dr. Markus Klaiber, Dipl.-Ing. (TH), Technischer Geschäftsführer

Schunk auf der EMO in Hannover: Halle 3, Stand H21