Ethernet-Vorteile nutzen

Posital-Drehgeber erlauben einfache Migration von Profibus zu Profinet

18. Juni 2010

Mit den Profinet IRT-Drehgebern der Optocode-Baureihe, die im vergangenen Jahr als erste Encoder die Zertifizierung seitens der Profibus Nutzerorganisation (PNO) erhalten haben, unterstützt POSITAL Kunden und Anwender bei einer schnellen und problemlosen Migration von Profibus-Systemen zum Ethernet-basierten Nachfolgestandard.

Der Austausch der Profiniet-Drehgeber gestaltet sich denkbar einfach: Anders als bei Profibus-Modellen mit Anschlusshaube, bei denen die Adresse über Drehschalter und einen Abschlusswiderstand eingestellt werden musste, wird die IP-Adresse in Profinet-Systemen automatisch via Nachbarschaftserkennung vergeben. Bei der erstmaligen Installation erfolgt die Vergabe der IP-Adresse zentral über die Projektierungssoftware.

Die Geräte, die bei einem Durchmesser von nur 58 mm auch bei begrenztem Bauraum eingesetzt werden können, kommen ohne Anschlusshaube aus. Sie sind mit einem integrierten Switch, der auch als Repeater fungiert, ausgestattet – dieser unterstützt die automatische Erkennung von Crossover- bzw. Standard-Ethernet-Kabeln und macht Abschlusswiderstände überflüssig. Die Baudrate des Drehgebers wird entsprechend der Baudrate der Steuerung ebenfalls automatisch angepasst. Durch den Einsatz von M12-Steckern entfällt zudem die bisher aufwändige Kabelmontage und Abschirmung.

Der Übergang zu Profinet wird von Posital durch zahlreiche weitere Werkzeuge erleichtert: Das Unternehmen stellt Anwendern unter anderem ein Benutzerhandbuch zur Verfügung, das eine Step-by-Step-Anleitung mit Bild-schirmfotos der Konfigurationssoftware für verschiedene Steuerungen sowie ein FAQ-Kapitel für besonders schnelle Problembehebung umfasst.

Auf der POSITAL-Website www.posital.de können zudem ein Profinet-Netzwerkscannertool (BOOTP/DHCP Configuration Tool), Beispielprojekte und 2D/3D-Zeichnungen kostenlos heruntergeladen werden. Ein Tool zum Firmware-Upgrade steht ebenfalls zur Verfügung – damit kann auch die aktuelle Firm-ware-Version des Drehgebers ausgelesen werden.

Die Drehgeber sind mit einem integrierten Tracer zur Analyse der Kommunikation mit der Steuerung ausgestattet. Sie unterstützen die IRT- sowie RT- und NRT-Datenübertragung (isochronous real-time / real-time / non-real-time) gemäß dem Encoderprofil V4 und erreichen Zykluszeiten von weniger als 1 ms (IRT) bzw. 10 ms (RT).

Sie werden über die Steuerung parametriert; die Konfiguration erfolgt komfortabel mit Hilfe einer GSDML-Gerätedatei – für die isochrone Datenübertragung ist dabei keine separate GSDML-Datei erforderlich. Single-Turn-Ausführungen liefern eine Auflösung von 16 Bit pro Umdrehung.

Multi-Turn-Modelle können zusätzlich bis zu 16.384 Umdrehungen (14 Bit) erfassen, sodass insgesamt ein Messbereich von 30 Bit abgedeckt wird. Im Gegensatz zu Profibus werden bei Profinet alle Klassen auch mit der maximalen Auflösung unterstützt.