Evonik und Evolve Additive Solutions entwickeln Materialien für das Step-Verfahren

Der Chemiekonzern Evonik und das Stratasys-Spin-off Evolve Additive Solutions wollen künftig gemeinsam thermoplastische Materialien für selektive thermoplastische elektrofotografische Verfahren (Step) entwickeln.

07. Juni 2019
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Die Evonik-Zentrale in Essen. (Bild: Evonik)

Die Zusammenarbeit wird sich zunächst auf Polyamid 12, PEBA, transparentes Polyamid und Polymere der Polyamid 6-Reihe konzentrieren. Aus der Partnerschaft soll für STEP-Nutzer eine breitere Auswahl an 3D-Druck Materialien resultieren, die in konventionell hergestellten Produkten üblicherweise eingesetzt werden.

Die Step-Technologie von Evolve sieht sich als paralleles Verfahren zu herkömmlichen Fertigungsprozessen wie z. B. Spritzgießen im Fertigungsbereich; sie erweitert die Produktionsmöglichkeiten eines Unternehmens bei gleichzeitiger Gestaltungsfreiheit und schnellerer Markteinführungszeit durch eine »werkzeuglose« Produktion. Das selektive thermoplastische elektrofotografische Verfahren von Evolve befindet sich momentan noch in der Alpha-Entwicklungsphase, die Marktreife wird für Ende 2020 erwartet.

»Step wurde für die Massenfertigung entwickelt, daher ist die größtmögliche Auswahl an thermoplastischen Werkstoffen für unsere Kunden ein entscheidender Aspekt ihrer Produktion«, so Steve Chillscyzn, CEO von Evolve Additive Solutions. »Die Entwicklungspartnerschaft mit Evonik ermöglicht uns eine Erweiterung der Palette von Step-Werkstoffen, die OEMs momentan in der additiven Fertigung einsetzen, noch wichtiger ist uns jedoch, eine ganze Klasse neuer Werkstoffe zu entwickeln, die noch mehr Anwendungen ermöglichen, um alle Möglichkeiten der additiven Fertigung auszuschöpfen«.

»Der völlig neue Technologieansatz von Evolve wird uns ermöglichen, das Anwendungsspektrum unserer Hochleistungsmaterialien, die durch einen einzigartigen Produktionsprozess hergestellt werden, zu erweitern. Mit der Erfahrung von mehr als 20 Jahren im 3D-Druck werden wir zudem eine breitere Palette von maßgeschneiderten Materialformulierungen entwickeln, um das volle Potenzial der Step-Technologie zu erschließen«, sagt Thomas Grosse-Puppendahl, Leiter des Innovationswachstumsfeldes Additive Manufacturing bei Evonik.