Extrem dicht gepackt

Schwerpunkt Industrieelektronik

I/O-Systeme – Unter der Vielzahl von I/O-Systemen auf dem Markt tut sich eines derzeit hervor, weil es Weltmeister in Sachen Packungsdichte ist und dazu sehr robust und einfach zu montieren.

29. April 2013

Signale zu verarbeiten wird bei der riesigen Informationsflut im Bannkreis der Industrie 4.0 zu einem immer aufwändigeren Unterfangen.

Vor dem Hintergrund erscheint die Neuentwicklung des I/0-Systems S-DIAS von Sigmatek mehr als folgerichtig. Mit bis zu 20 Kanälen auf nur 12,5 Millimetern Breite weist es laut Geschäftsführer Andreas Melkus eine bis dato weltweit unerreichte Packungsdichte auf:

»Wir haben lange an dem neuen System gearbeitet und sind stolz darauf, mit 63 Quadratmillimetern eine 3,7-mal höhere Packung erreicht zu haben als bei vergleichbaren Systemen. Das bedeutet im Umkehrschluss auch 80 Prozent weniger Verpackung und damit einen Beitrag für die Umwelt« Ingesamt bietet S-DIAS pro Businterface-Modul 1.280 Ein- und Ausgänge, das sind zehnmal mehr als beim Vorgänger.

60 Prozent weniger Masse

Die Module bauen mit Abmessungen von nur 12,5 x 103,5 x 72 Millimetern sehr kompakt, das bedeutet eine Massenreduktion von 60 Prozent. »Bei der Entwicklung der I/O-Serie haben wir zudem großen Wert auf Installations- und Verdrahtungsfreundlichkeit sowie sicheren Betrieb gelegt«, fügt Andreas Melkus hinzu. »Die Module sind zudem leicht zu clipsen.«

Die S-DIAS-Serie setzt bewusst auf eine robuste Komplettmodullösung; Hutschienenbefestigung, Elektronik und Bus sind in einem Gehäuse vereint. Dies ermöglicht eine schnelle und werkzeuglose Montage der Module, die blockweise vormontiert werden können. Da Standardstecker mit Push-in-Verdrahtung zum Einsatz kommen, lassen sich diese in der Serie vorkonfektionieren und im Servicefall unkompliziert lösen. Montage- und Verdrahtungszeiten sollen sich so auf ein Minimum reduzieren.

Speziell bei einer solch hohen Kanaldichte wie sie das System S-DIAS bietet, ist ein übersichtliches Visualisierungskonzept unerlässlich. Zum einen geben LEDs über den Modulstatus Auskunft, und zum anderen ermöglichen direkt neben den Kanälen angebrachte Signal-LEDs eine eindeutige Zuordnung und Diagnose. Individuell zu beschriftende Gerätemarkierungsschilder sorgen für zusätzliche Übersichtlichkeit.

Die S-DIAS-I/Os sind untereinander formschlüssig verbunden und mechanisch querverriegelt. Zudem wurden Modul-Versorgung und Busverbindung mit Mehrfachkontakten in Goldausführung realisiert. »Auf diese Weise können wir dem Kunden eine hohe mechanische Zuverlässigkeit und Vibrationsfestigkeit garantieren«, zählt Melkus weitere Vorteile auf.

Module für die Sicherheit

Mit S-DIAS Safety ergänzt Sigmatek sein I/O-System jetzt um Sicherheitsmodule. Die modulare Sicherheitslösung besteht aus einer Safety-CPU, die die Applikation überwacht und steuert sowie den entsprechenden sicheren I/O-Modulen. Verfügbar sind hier das SDI 100 mit zehn zweikanaligen, digitalen Eingängen und das STO 040 mit vier sicheren Ausgängen, zudem ein Modul mit zwei sicheren Relaisausgängen (SRO 040).

Die Safety-I/Os sind ebenso kompakt gebaut wie die Standardmodule der S-DIAS-Serie. »Unser Augenmerk lag auf einem schlanken und kostenoptimierten System, das sich flexibel an spezifische Anwendungsbedürfnisse anpassen lässt, sowohl im Schaltschrank als auch im dezentralen Maschinen- und Anlagenumfeld«, erklärt Andreas Melkus.

Der Anwender kann das S-DIAS-Safety-System nahtlos und flexibel ins Standardsystem der Baureihe integrieren. So sind bei der Signalverarbeitung sehr kurze Reaktionszeiten von wenigen Millisekunden möglich.

Eine unkomplizierte Installation und die komfortable Programmierung mit dem Lasal- Safety-Designer tragen dazu bei, die Engineering-Kosten zu senken. Zudem kann S-DIAS Safety auch als Stand-Alone-Lösung eingesetzt werden. So lassen sich bestehende Anlagen einfach und sukzessive um Safety-Funktionen erweitern.

Das System eignet sich für den Einsatz in unterschiedlichen Branchen, ist TÜV-zertifiziert und erfüllt SIL 3 und EN ISO 13849-1, Kategorie 4.

Auf einen Blick

Sigmatek

- 1988 gegründet, Hauptsitz in Lamprechtshausen, Österreich.

- Weltweit tätiger Hersteller von Automatisierungssystemen für den Maschinen- und Anlagenbau.

- Steuerungs- und I/O-Systeme, IPC, HMI, Motion Control, Safety.

- Engineering Tool Lasal mit ob-jektorientierter Programmierung.

- Echtzeit-Ethernet-System Varan.

Erschienen in Ausgabe: 03/2013