Extremeinsatz: Erdöl- und Erdgaspipelines

mit Hightech-Dichtungsmaterial Lauramid®

17. Juli 2013

Wenn Erdöl- und Erdgaspipelines von der Ostsee zum Europäischen Kontinent den extremen Anwendungsbedingungen trotzen, so ist dies auch ein Verdienst des PA 12C Hightech-Kunststoffs Lauramid®. Dieses Material wird vom Biberacher Kunststoffexperten Handtmann Elteka hergestellt und auch für Dichtungen in Pipeline-Kugelhähnen der Saint-Gobain Gruppe eingesetzt.

Lauramid® ist ein Polyamid, das unter anderem zum Einsatz kommt, wenn hohe Druckfestigkeit, Chemikalien- und Salzwasserbeständigkeit oder gute Temperaturtoleranz (minus 60 bis plus 120 Grad Celsius) gefragt sind. Durch das spezielle Herstellungsverfahren, den Guss zu Halbzeugen oder endkonturnahen Bauteilen, erlangt dieser Werkstoff geringe Eigenspannung bei hoher Druckfestigkeit und gutem Rückstellvermögen.

In Zusammenarbeit mit ihren Kunden tüfteln die Biberacher Anwendungstechniker beständig an immer besseren Dichtlösungen. Dies reicht von neuartigen Standard-Dichtringen über günstig gestaltete komplette Dichtsysteme bis hin zu ausgeklügelten Sonderlösungen. Intensiv wird vor allem an immer noch reibungsärmeren, verschleißfesteren, formstabileren und thermisch wie chemisch resistenteren Werkstoffmodifikationen gearbeitet.

Basis für diese leistungsfähigen Industriedichtungen sind je nach Anwendung eines von zwei Hochleistungskunststoffen von Handtmann: Neben dem bereits oben genannten Lauramid® auch Eltimid®, ein gepresstes, bis 260 Grad Celsius resistentes Polyimid. Aus beiden Werkstoffen werden unterschiedlichste Arten von Dichtungen – sowohl für den statischen als auch den dynamischen, den linearen als auch den rotativen Einsatz - immer kundenspezifisch hergestellt. In Form von O-Ringen, Stützringen, Rakeln oder Dichtspaltringen werden diese in einer Vielzahl von Branchen und anspruchsvollen Anwendungen, wie beispielsweise auch in Olivenölpressen im Lebensmittelbereich, bei Robotern oder Ventilsitzen eingesetzt.