Fässer sicher wechseln

In den vielen hochautomatisierten Dosieranlagen der Großserienfertigung funktioniert erstaunlicherweise ein Vorgang immer noch größtenteils manuell: der Fasswechsel-Prozess. Doch selbst für ausgebildetes Fachpersonal ist dieser Prozess nicht ungefährlich. Tünkers-Nickel Dosiersysteme hat nun einen Weg gefunden, den Fasswechsel zum Teil zu automatisieren und sicherer zu machen.

31. Januar 2018

Bei einem geleerten Materialfass befindet sich die Folgeplatte, die einen Durchmesser von bis zu 550 mm hat, direkt am Boden im Fass und steht unter eingespannten Unterdruckkräften. Das manuelle Lösen dieses Unterdrucks durch Druckluftzufuhr ist dabei oftmals schlagartig. Selbst beim gesamten weiteren Hebeprozess sind unter ungünstigen Bedingung immer wieder schlagartige Bewegungen möglich.

Diese Unfallgefahr und der erhebliche Zeitaufwand waren schließlich ausschlaggebend dafür, dass die Tünkers-Nickel Dosiersysteme den Fasswechsel effizient teilautomatisiert hat.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Fassanlagen erfolgt das Anheben und Verfahren der Folgeplatte nicht mehr mit Druckluft-Zylindern, sondern vollautomatisch mit einem elektrisch geregelten Hub-Antrieb sowie einer automatischen Fassbelüftungseinheit. Damit ist im Regelfall beim Hebeprozess kein Eingriff eines Bedieners mehr notwendig. So kann das Heben der Folgeplatte prozesssicherer und damit für den Bediener risikoärmer erfolgen. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Personalbedarf beim Fasswechsel zeitlich deutlich verringert werden kann. So muss der Bediener lediglich das freistehende Fass entnehmen und durch ein neues ersetzen.