Familienfreundliches Berufsumfeld

Der Nürberger Spezialist für Automatisierungs- und Antriebstechnik Baumüller schafft durch eine familienbewusste Personalpolitik ein Umfeld, in dem sich Beruf und Familie leichter vereinbaren lassen. Die :K sprach darüber mit Jochen Loy, dem Personalverantwortlichen in der Geschäftsleitung der Baumüller Unternehmensgruppe.

06. August 2009

Was sind die konkreten Hintergründe für Ihre Idee, durch eine familienbewusste Personalpolitik ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Familie und Beruf leichter vereinbaren lassen?

Als traditionsreiches mittelständisches Unternehmen ist sich Baumüller seiner sozialen Verantwortung bewusst. Wir haben erkannt, dass von gut ausgebildeten Arbeitskräften sowohl die Wirtschaft als auch unsere Gesellschaft profitieren. Daher haben wir als Unternehmen großes Interesse daran, eine familienfreundliche Arbeitswelt zu gestalten.

Wir sind bereits seit einiger Zeit aktives Mitglied bei der »Initiative familienbewusste Personalpolitik in der Metropolregion Nürnberg«. Diese Arbeitsgruppe wurde im Februar 2003 gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu einem herausragenden Standortmerkmal der Metropolregion Nürnberg zu entwickeln. An der Initiative sind neben Baumüller rund 130 Unternehmen vertreten, die das Thema »Familienbewusste Personalpolitik« unterstützen und voranbringen.

Welche Ziele möchten Sie mit dem familienfreundlichen Arbeitsumfeld erreichen?

Uns ist es wichtig, unseren Mitarbeitern ein Arbeitsumfeld zu schaffen, dass sich mit ihrem privaten Umfeld vereinbaren lässt. Dies gelingt uns durch die Umsetzung einer familienbewussten Personalpolitik, die sich gezielt an den Bedürfnissen unserer Mitarbeiter orientiert und dabei die wirtschaftlichen Aspekte unseres Unternehmens gleichermaßen erfüllt.

Stichwort »Familienfreundliches Arbeitsumfeld«: Wie beurteilen Sie die Situation in Deutschland?

Eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach ergibt, dass in Deutschland 67 Prozent aller Mütter arbeiten gehen. Zum Vergleich: 1980 lag der Anteil noch bei 47 Prozent. Und auch immer mehr Frauen in Bayern stehen vor der Herausforderung, Beruf und Familie miteinander zu vereinen. Hierbei muss es Aufgabe des Arbeitgebers zu sein, die Frauen dabei zu unterstützen und eine familienfreundliche Arbeitswelt zu gestalten.

Wie wird Ihr Modell von den Mitarbeitern angenommen? Gibt es bereits erste Erfahrungen?

Unsere Bestrebungen, ein familienfreundliches Berufsumfeld zu gestalten, um eine tragfähige Balance zwischen Mitarbeitern, Unternehmensinteressen und Kundenwünschen zu schaffen, stößt bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf durchwegs positive Resonanz. Den besten Beweis für den Erfolg unserer Personalpolitik liefern dabei die Mitarbeiter selbst: Karrieren über mehrere Generationen hinweg sind bei Baumüller Realität.

Das Interview führte Angela Unger