Farbe erkennen auf einen Blick

Sensorik

Farbsensoren – Der kompakte Farbsensor FT 55-CM von Sensopart ist vielseitig und komfortabel zu bedienen. Damit ist er für sehr viele Anwendungen im Bereich der Farberkennung und Sortierung von Farben eine gute Wahl.

20. September 2017

Funktionsumfang und Bedienkomfort sind in der Sensorik schlagkräftige Argumente. Sensopart sieht sich dabei mit seinem neuen Farbsensor FT 55-CM in einer sehr guten Position. Der weite Arbeitsbereich und die flexible Erkennung von bis zu zwölf Farben ermöglichen vielfältige Anwendungen. Der Sensor verfügt über ein großes integriertes LCD-Display und lässt sich über die hauseigene Software Senso Visual und IO-Link einfach bedienen und verbinden sowie aus der Ferne konfigurieren.

Laut Hersteller ist diese Kombination von Eigenschaften derzeit einzigartig und der Grund dafür, dass sich der FT 55-CM auch für anspruchsvolle Farberkennungs- und Sortieraufgaben in allen Industriebereichen eignet. Beispiele sind die Unterscheidung von verschiedenfarbigen Kfz-Sicherungen oder die Erkennung und Zuordnung von Flaschendeckeln oder farbigen Etiketten in der Verpackungs- und Getränkeindustrie.

Der FT 55-CM ist in drei Arbeitsbereichen 12 bis 32, 18 bis 22 oder 30 bis 150 Millimeter erhältlich. Die ersten beiden Varianten CM1 und CM3 sind Spezialisten für den Nahbereich: Dank effektiver Glanzunterdrückung ermöglicht die Variante CM1 eine zuverlässige Farberkennung auch auf reflektierenden Oberflächen; die Variante CM3 mit einem schmalen Lichtfleck von 1 x 4 Millimetern und doppelter Schaltfrequenz von 6Kilohertz ist speziell für die Erkennung kleiner Targets und für Hochgeschwindigkeitsanwendungen ausgelegt und kann einen Kontrasttaster in farbkritischen Druckmarkenanwendungen ersetzen.

Die Fernbereichsvariante FT 55 CM-4 bietet dem Anwender eine maximale Reichweite von 30 bis 150 Millimeter bei zugleich hoher Tiefenschärfe. Der große Arbeitsbereich in Verbindung mit der Fähigkeit des Sensors, eine abstandsunabhänge Farbdetektion durchzuführen, ermöglicht einen besonders vielseitigen Einsatz.

Viele Möglichkeiten

Sensopart stellt bei seinem Farbsensor zwei Arbeitsmodi zur Farbverarbeitung zur Verfügung. Im ersten Modus der Farberkennung lassen sich wahlweise Einzelfarben oder Farbbereiche einlernen oder bei Targets mit größeren Schwankungen in der Farbhelligkeit oder im Farbwert auch einscannen. Farbtoleranzen lassen sich in neun Ausprägungen sehr feinstufig wählen beziehungsweise über IO-Link individuell anpassen. Darüber hinaus lässt sich die Detektion mehrerer Farben logisch verknüpfen oder auch eine Farbe erkennen und eine zweite zwingend ausschließen.

Im zweiten Arbeitsmodus Farbzuordnung (Best-Fit) ist es nicht notwendig, Toleranzen einzustellen, da der Sensor automatisch immer die am besten passende der eingelernten Farben wählt und ausgibt. Dieser Modus ermöglicht eine zuverlässige Detektion auch bei stark schwankenden Farbwerten.

In beiden Modi kann der FT 55-CM zudem getriggert betrieben werden, dies ermöglicht auch unter schwierigen Verhältnissen eine reproduzierbare Unterscheidung feinster Farbnuancen. Über eine solche Triggerfunktion verfügen laut Hersteller nur wenige Farbsensoren auf dem Markt.

Bei der Farbdetektion kann der FT 55-CM optional die Helligkeit von Farben mitberücksichtigen. Durch eine simultane Abstandsmessung wird die Helligkeit unabhängig vom Objektabstand sicher erkannt und bewertet. Dadurch wird eine präzise Unterscheidung möglich, ob sich lediglich die Helligkeit ändert oder aber zwei verschiedene Farben vorliegen. Auf diese Weise wird eine präzise Farbdetektion auch bei schwankendem Objektabstand sichergestellt; hilfreich ist die Funktion auch bei der Erkennung von »Nichtfarben« wie Schwarz, Weiß und Grau.

Voll digital

Als völlige Neuentwicklung im Rahmen von Sensoparts Sensorik-Generation 4.0 wurde der FT 55-CM von vornherein auf die Anforderungen digitalisierter Industrien ausgelegt. So ist eine IO-Link-Schnittstelle für die Fernkonfiguration, Datenausgabe und -überwachung integriert. Zudem lässt sich das Schaltverhalten des Sensors sehr flexibel an die Anwendung anpassen. Die Variante mit fünfpoligem Stecker bietet drei frei konfigurierbare Schaltausgänge, die sich mittels binärer Codierung mit bis zu sieben Farben belegen lassen; bei der achtpoligen Variante sind es sogar fünf Ausgänge für bis zu zwölf Farben.

Mittels ab Werk integrierter »Smart Functions« kann der Anwender ohne zusätzlichen Programmieraufwand in der SPS jeden Schaltausgang individuell parametrieren. So lässt sich unter anderem Hell- oder Dunkelschaltung einstellen, eine Ein- oder Ausschaltverzögerung definieren oder ein Target-Zähler setzen. Sogar das Display und die Anzeige-LEDs am Sensor sind individuell parametrierbar, sodass sie nur die jeweils relevante bzw. gewünschte Information anzeigen.

Großes Display

Um all diese Funktionen einfach und intuitiv bedienen zu können, verfügt der FT 55-CM, statt wie üblich über LED oder Segmentanzeige, über ein großes integriertes Display mit Softkey-Bedienung. Noch komfortabler soll sich die Konfiguration über IO-Link mithilfe der grafischen Bedienoberfläche Senso Visual gestalten: Damit lassen sich auch komplexe Farbprofile sehr einfach an Tablet oder Computer anlegen, speichern und bei Bedarf schnell auf den Sensor übertragen.

Neben der umfangreichen Funktionalität und einfachen Bedienung bietet Sensoparts neuer Farbsensor auch sonst alles, was man für eine einfache Installation und einen zuverlässigen Betrieb benötigt.

Der Farbsensor FT 55-CM von Sensopart ist mit einem robusten, hochdichten Metallgehäuse in Kompaktbauform von 50 x 50 x 25 Millimetern und hoch belastbaren, um 270 Grad drehbaren Metallsteckern ausgestattet. Ergänzt wird das robuste Sensordesign durch Zubehör wie die Stangenhalterung Sensoclip für eine einfache Montage und Feinausrichtung. mk

Auf einen Blick

• Gründungsjahr Sensopart: 1994

• Branche: Sensoren für industrielle Automatisierung

• Produktionsstandorte: Wieden und Gottenheim nahe Freiburg

• Tochtergesellschaften in China, Frankreich, USA, England 

• Über 40 Vertriebspartner weltweit

• 160 Mitarbeiter weltweit

• Exportanteil: 35 Prozent

Erschienen in Ausgabe: 07/2017