Farbe hilft beim Busanschluss

Industrieelektronik

Bustechnik – Farbcodierte Anschlussflansche ermöglichen eine eindeutige Zuordnung der Feldgeräte zum jeweiligen Feldbussystem.

31. August 2010

Ein langjähriger Trend in der Automatisierungstechnik ist der zunehmende Einsatz von Feldbussystemen zur Signalübertragung zwischen der Steuerung und den unterschiedlichsten Feldgeräten. Dies vereinfacht nicht nur den Aufwand für Montage und Verdrahtung, sondern bietet auch neue Möglichkeiten zur Integration von Diagnoselösungen und zur Entwicklung von dezentralen Systemen. Ein Nachteil dieser Entwicklung ist jedoch, dass nicht bei jedem Feldgerät immer sofort erkennbar ist, für welches Bussystem der Sensor oder Aktor vorgesehen ist. Zwar lassen sich die Gehäusedurchführungen und Flansche oft anhand ihrer Steckercodierung unterscheiden, aber selbst dann besteht Verwechslungsgefahr. Ein Flansch mit ACodierung eignet sich beispielsweise für den Anschluss an CANopen ebenso wie für DeviceNet. Eine Lösung für dieses Problem präsentiert jetzt der Steckverbinder- und Gehäusespezialist Escha aus Halver im Sauerland. Das Unternehmen hat eine Baureihe von farbcodierten Anschlussflanschen entwickelt, mit denen sich die Endgeräte eindeutig bestimmten Feldbussystemen zuordnen lassen. Das System ist in der Baugröße M12x1 mit A-, B- und Dcodierten Kupplungen und Steckern mit farbigen Kontaktträgern erhältlich. Die Gehäusedurchführungen in Schwarz, Violett, Grün, Blau, Gelb und Grau werden in zahlreichen unterschiedlichen Polbelegungen angeboten und erfüllen die Anforderungen der Schutzklasse IP67.

Zum Einsatz kommt das System zum Beispiel in den Frequenzumrichtern der Serie SK 200E des Antriebstechnikspezialisten Nord Drivesystems aus Bargteheide, die direkt auf dem Motorklemmenkasten von Elektromotoren montiert werden. Die robusten, vollintegrierten Antriebseinheiten eignen sich besonders für weitläufige Anlagen wie etwa Förderstrecken. Die dezentrale Installation bedingt hier natürlich Schnittstellen zur Einbindung in übergeordnete Steuerungsarchitekturen. Dank der Escha-Lösung lässt sich von außen auf einen Blick erkennen, auf welches Kommunikationssignal die Frequenzumrichter ausgelegt sind und wo der Busanschluss sitzt.

Das übersichtliche Farbschema stützt sich auf die weltweit verbreitete Farbwahl für industrielle Kommunikationssysteme. So ist der Anschluss für Profibus DP violett gefärbt, Grau signalisiert die Kommunikation über CANopen, Gelb steht für die Anbindung an AS-Interface und Grün für das Industrial Ethernet-Protokoll EtherCAT. Daneben dienen blaue Stecker und Buchsen als Systembus-Steckverbinder. Schwarz codierte Stecker und Buchsen ermöglichen den Anschluss von I/O-Signalen und der externen 24-Volt-Versorgung. Die farbigen M12-Gehäusedurchführungen erlauben damit eine schnelle Zuordnung und nutzen deshalb besonders solchen Anwendern, die in ihren Anlagen unterschiedliche Kommunikationssysteme einsetzen.

Fakten

-Die Escha Bauelemente GmbH in Halver im Sauerland ist ein führender Anbieter im Bereich der Steckverbinder- und Gehäusetechnik.

-Das Familienunternehmen mit mehr als 400 Mitarbeitern ist spezialisiert auf kundenspezifische Lösungen.

-Die große Entwicklungs- und Fertigungstiefe gewährleistet permanente Innovationsstärke.

Erschienen in Ausgabe: 06/2010