Faszination als Antrieb

Qualifikation - Die berufsbegleitende Qualifizierungsmaßnahme zum staatlich geprüften Techniker (FS) kombiniert technisches und betriebswirtschaftliches Wissen. Am Ende eröffnet sie den Technikern den Einstieg in neue Bereiche wie etwa die Konstruktion.

11. September 2007

Seit eineinhalb Jahren arbeitet der 24-Jährige bei IDAM in Suhl und konstruiert mechatronische Systeme. Die praxisbezogene Weiterbildung bietet ihm dafür genau die richtige Basis - und dem Unternehmen das Know-how, das es braucht. Eine Symbiose, von der Produktionsleiter Silvio Zamzow überzeugt ist. »Die Technikerausbildung ist äußerst interessant für unser Unternehmen«, sagt er. Der Praxisbezug während der Weiterbildung, kombiniert mit technischem und betriebswirtschaftlichem Wissen, ist bei IDAM für alle Abteilungen relevant. Die Aufgabenfelder der Techniker reichen bis in die der Ingenieure. Die Mitarbeiter mit diesem Abschluss werden als Projektleiter eingesetzt und sind dank ihrer Ausbildung in der Lage, technische Herausforderungen zu analysieren, zu strukturieren, zu beurteilen und konzeptionell weiterzuentwickeln.

Während seiner Zeit bei IDAM hat Danny Amberg bereits verschiedene Abteilungen kennengelernt. Unter anderem hat er Erfahrungen in der Produktion gesammelt: So fertigte Amberg im Betriebsteil im thüringischen Rohr Primär- und Sekundärteile für Torquemotoren. Seine abteilungsübergreifenden Kenntnisse aus der Qualifizierungsmaßnahme kommen ihm auch hier zugute. Er kennt die Aufgabenfelder - beispielsweise aus den Abteilungen Arbeitsvorbereitung, Elektronikkonstruktion und Projektmanagement - und kann sich dadurch nicht nur auf Konstruktionsebene mit den Projekten identifizieren.

Den Grundstein für seine Arbeit in der Konstruktion legte der frischgebackene Techniker bereits mit seiner Ausbildung zum Technischen Zeichner in Nürnberg sowie während einer dreijährigen Tätigkeit in einer Maschinenbaufirma in Heldburg. Für die Schaeffler Gruppe, zu dem die IDAM in Suhl gehört, interessiert sich Amberg bereits seit einigen Jahren. Und so bot ihm der thüringische Standort mit der Nähe zur Technikerschule in Erfurt optimale Voraussetzungen für seine Karrierepläne, so sein Resümee.

Hohes Zukunftspotenzial

Die Zeit der Ausbildung zum Techniker und seine mittlerweile knapp fünfjährige Berufserfahrung haben Amberg in seinem Wunsch bestärkt, sich im Bereich Konstruktion zu etablieren. Hier liegen nicht nur seine speziellen Interessen, sondern er sieht Zukunftspotenzial. Und dass die Direktantriebstechnik auf dem Weltmarkt der Zukunft einen festen, immer bedeutender werdenden Platz haben wird, bestätigen nicht zuletzt die aktuellen Projekte, mit denen der 24-Jährige betraut ist. Er konstruiert seit einem halben Jahr für einen Kunden in den USA und zeichnet als Teil eines IDAM-Experten-Teams verantwortlich für eine kundenspezifisch orientierte Direktantriebslösung. Hier geht es darum, eine aus drei rotativen Direktantrieben geplante Antriebskonstruktion für eine Waferpoliermaschine zu optimieren.

Den Weg der Technikerausbildung haben beim Suhler Mechatronik-Spezialisten bereits einige Mitarbeiter bestritten. IDAM unterstützt und fördert Mitarbeiter während der Technikerausbildung und investiert damit auch in die eigene Zukunft.

Daniela Sendel, IDAM

Fakten

- Am 16. Oktober veranstaltet der mechatronische Arbeitskreis der :K bei Rittal in Herborn das 5. Forum Mechatronik im Maschinenbau.

- Der Titel der Veranstaltung lautet diesmal »Tools und Methoden zur mechatronischen Modularisierung«.

- Im Mittelpunkt stehen Referate mit der Möglichkeit zur Diskussion über folgende Themen:

- Modularisierung von Anlagen

- Vorteile durch Simulation

- Test und Qualitätssicherung von mechatronischen Systemen

- Erfahrungen mit mechatronischer Konstruktion

Erschienen in Ausgabe: 06/2007