Fehler in industriellen Prozessen gezielt analysieren

Bei unerklärlichen Greif-, Handhabungs- oder Positionierproblemen soll eine neue 2D-Kamera rasch für Klarheit sorgen. Sie ist auf die Detektion und Analyse von sporadischen Fehlern in industriellen Prozessen spezialisiert und lässt sich flexibel in stationäre und mobile Applikationen integrieren. Die netzwerkfähige Kamera liefert Einzelaufnahmen und Videosequenzen in hoher Bildqualität für detailgetreue Fehleranalysen.

25. Juli 2019
Fehler in industriellen Prozessen gezielt analysieren
Die Event-Cam bringt Klarheit statt Kopfzerbrechen bei unerklärlichen Greif-, Handhabungs- oder Positionierproblemen, bei nicht nachvollziehbaren Montagefehlern oder Maschinenstopps. (Bild: Sick)

Optik, Beleuchtung, Elektronik und Ringspeicher der neuen Event-Cam von Sick sind in einem kompakten und robusten IP65-Gehäuse aus Aluminiumguss untergebracht. Dieses bietet zahlreiche Befestigungsoptionen, so dass die Kamera in unterschiedlichen Positionen montiert und diese sehr schnell und flexibel verändert werden können. Die Parametrierung der Kamera ist denkbar einfach: in der browser-basierten Sick Software Sopas Air werden die Auflösung, das Ausgabeformat und das Trigger-Signal mit wenigen Klicks eingestellt.

Event-Sequenzen statt Endlos-Streaming: Gezielt und schnell Fehler analysieren

Die Event-Cam ist für die schnelle und gezielte Fehleranalyse konzipiert. Über den Trigger-Eingang in der Kamera selbst, melden ein angeschlossenes Automatisierungssystem oder ein Sensor, wenn ein Fehler im Prozess aufgetreten ist.

Jetzt startet die Speicherung von Einzelbildern und Videosequenzen. Hierbei können bis zu 240 Sekunden vor und bis zu 100 Sekunden nach einem Ereignis im internen Ringspeicher aufgezeichnet werden – entweder in Full HD oder, beispielsweise bei High-Speed-Prozessen, mit geringerer SVGA-Auflösung.

Im Gegensatz zur zeitaufwändigen Suche des Events in endlosem Videomaterial, wie es beispielsweise eine Go-Pro oder andere Streamingkameras bereitstellen, ermöglicht die Event-Cam eine gezielte Ursachenanalyse in wenigen Sekunden oder Minuten. Bilder und Filmsequenzen müssen auch nicht erst von einer Speicherkarte geladen werden – sie sind über die Ethernet-Schnittstelle der Event-Cam per FTP mit 100 Mbit/s zeitnah im Netzwerk verfügbar.

Effizientes Support-Tool auch für die Inbetriebnahme

Die Kamera ermöglicht nicht nur eine schnelle und detaillierte Rückverfolgung von Ereignissen in laufenden Maschinen und Anlagen, sondern bewährt sich auch bei deren Inbetriebnahme oder Optimierung. Die schnelle Analyse von Fehlern im unbeobachteten Probelauf oder mehrstündigen bis mehrtägigen Dauertest ermöglicht es, den Suchaufwand bei Fehlern und damit den Zeitbedarf und die Kosten der Maschineneinrichtung zu reduzieren. Die hohe Montageflexibilität und die einfache Parametrierung erlauben dabei eine vielseitige Nutzung in den verschiedensten Maschinen, Einrichtprozessen und Aufgabenstellungen.

Aktuell in zwei Varianten für verschiedene Arbeitsabstände verfügbar

Die EventCam ist aktuell in zwei baugleichen Varianten verfügbar. Die Version mit 0,4 m bis 0,6 m Arbeitsabstand zielt vorwiegend ab auf stationäre Applikationen in Maschinen oder kompakten Montage- oder Pick-and-place-Robotern. Die Kamera mit 0,8 m bis 6 m Arbeitsabstand ist für den Einsatz in größeren Robotern, Handlings-Portalen und Maschinen ausgelegt.

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