Feldbus-Technik auf hoher See:

ISbus erhält DNV-Zulassung

01. März 2013

Während an Land Fieldbus Foundation- und PROFIBUS PA-Technik schon länger sehr verbreitet ist, wächst der Feldbus-Markt auch deutlich im Bereich der Offshore-Anlagen und Schiffe. Für maritime Umgebungen und den Einsatz an Bord hat R. STAHL deshalb das komplette Spektrum der Feldbustechnik im ISbus-Programm von der DNV (Det Norske Veritas) begutachten und zertifizieren lassen. Die Zulassung umfasst Feldgerätekoppler zur Installation in Zone 1 und Zone 2, sowohl für eigensichere als auch für nicht-eigensichere Busgeräte. Die Koppler wurden Prüfungen gemäß den verschärften Anforderungen für die „Open Deck“-Installation unterzogen.

Sie mussten dabei unter anderem ihre Tauglichkeit für einen deutlich erweiterten Umgebungstemperaturbereich (minus 25…plus 70 Grad Celsius) nachweisen sowie sehr anspruchsvolle EMV-Anforderungen erfüllen. Neben der Eignung für Schiffe attestiert die Zertifizierung so auch generell die Möglichkeit, ISbus-Koppler unter besonders extremen Bedingungen zu verwenden. Auf die etwas weniger anspruchsvollen Einsatzbereiche unter Deck beschränkt bleiben lediglich die Feldbus-Stromversorgungen mit integrierter Advanced Physical Layer-Diagnose sowie das Diagnose Communication-Modul, das die Integration von Diagnosedaten in Asset Management-Systeme möglich macht. Diese Geräte tolerieren Temperaturen von plus 5 bis plus 70 Grad Celsius. Auch dank einem breiten Spektrum unterschiedlichster Gehäuse und Zubehörteile im ISbus-Programm verspricht R. Stahl praxisgerechte Lösungen für Feldbusanwendungen bei Extrembedingungen aller Art – ob mit sehr hohen oder sehr tiefen Temperaturen, einer Salznebel-Atmosphäre oder auch starker mechanischer Belastung durch permanent auftretende Vibrationen.