Fertigungstechnik im Blick

Auf der EMO zeigt Autodesk Highlights aus seiner Software für Fertigung und Werkzeugbau. Das reicht vom Fräsen von Tonmodellen bis zur Reparatur mittels 3D-Druck.

05. September 2017

Auf der EMO 2017 in Hannover (18.-23.9.) zeigt Autodesk Software für Metallbearbeitung und 3D-Druck, Werkzeugbau und Reparatur. Im Zentrum des Messeauftritts stehen einige besonders zukunftsträchtige Anwendungen. Dazu zählt die Nutzung des "Clay Milling Utility" in der Automobilindustrie. Dort werden häufig erste Designmodelle aus Ton (Clay) als Anschauungsmodelle modelliert. Mit einer Koordinatenmessmaschine und besagtem Utility lassen sich diese Tonmodelle digitalisieren. Auf der Messe wird ein solche Modell auf einer Koordinatenmessmaschine vermessen und auf der gleichen Maschine gefräst.

Blisks (Schaufeleinheiten) von Turbinen zählen zu den aufwendigsten Werkstücken der spanenden Fertigung. Mit einer neuen, kombinierten Fräs-/Drehsoftware sollen sich diese Einheiten besonders kostengünstig produzieren lassen. Ein Anwendungsbeispiel ist die Produktion eines Blisk mit 31 Rotorblättern und einem Durchmesser von 804 mm auf einer Fräsmaschine Hermle C50U MT. Laut Autodesk beträgt dabei die Zeitersparnis gegenüber anderen Verfahren dabei 51 Prozent und die Fräskosteneinsparung 45 Prozent. Zu sehen gibt es auf der EMO einen fertig bearbeiteten Blisk sowie Einblicke in den Herstellungsablauf.

Ein Beispiel für eine hybride Fertigungsmethode ist die Herstellung von Schiffsschrauben im Rotterdamer "Ramlab" (Rotterdam Additive Manufacturing Fieldlab). Das wurde in Zusammenarbeit mit Autodesk eingerichtet. Dort werden Rohlinge von Schiffsschrauben im 3D-Verfahren gedruckt und dann mit CNC-Verfahren innerhalb weniger Tage fertiggestellt. Das ermöglicht die schnelle Bereitstellung von Ersatzteilen für Frachtschiffe, die in Rotterdam mit Schäden vor Anker liegen. Auf der EMO wird eine solche Schiffsschraube ausgestellt. Ein weiteres Messethema ist die Herstellung von Elektroden mit der Software Autodesk Electrode.