Festo zweifach prämiert

Für die Druckluftaufbereitungseinheit MS9 und die künstliche Qualle Air Jelly erhielt Fest zweimal den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland.

12. Februar 2010

Am 12. Februar wurde der Spezialist in der Fabrik- und Prozessautomatisierung Festo gleich zweifach mit dem Designpreis der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet: im Produktdesign für seine Druckluftaufbereitungseinheit MS9 und im Kommunikationsdesign für seine visionäre bionische Qualle Air Jelly.

Die Druckluftaufbereitungseinheit MS9 wurde nach dem Farbcode von Festo gestaltet. Die Farbe Blau zeigt beispielsweise an, dass etwas von Hand betätigt, bedient, eingestellt oder bewegt werden kann. Dementsprechend müssen bei der Druckluftaufbereitungseinheit MS9 zum Wechseln der Filterschalen diese zuerst am blauen Verriegelungsschalter gelöst werden, sodass sie einzeln abgenommen werden können. Der blaue Schieber des Handeinschaltventils wird betätigt, um diesen in seiner Stellung zu arretieren und gegen ungewolltes Betätigen zu sichern. Der gut zu drehende Handeinschalter kann auch bei hohen Drücken oder mit Handschuhen gut bedient werden. Sämtliche Module können ohne Demontage der kompletten Anlage getauscht werden. Während des laufenden Betriebs können die Füllstände an den Schaugläsern direkt von vorne abgelesen werden. Dies spart Zeit bei Installation, Wartung und Erweiterung der jeweiligen Anlage.

Die künstliche Qualle Air Jelly gleitet dank ihres zentralen elektrischen Antriebs und einer intelligenten, adaptiven Mechanik anmutig, grazil und scheinbar schwerelos durch die Luft. Die Luftqualle besteht aus einem mit Helium gefüllten Ballonett. Als einzige Energiequelle dienen ihr zwei Lithium-Ionen-Polymer-Akkus, an die der zentrale elektrische Antrieb angeschlossen ist. Über acht Tentakeln, die den bionischen Fin Ray Effect aus der Fischflosse nutzen, bewegt sich Air Jelly fort. Die Steuerung erfolgt durch Gewichtsverlagerung des Pendels. So ist es der Luftqualle möglich, in jede Raumrichtung zu schwimmen. Die Fortbewegung durch eine peristaltische Bewegung war bislang in der »Leichter-als-Luftfahrt« nicht bekannt. Air Jelly ist damit das erste Indoor-Flugobjekt, das dieses Antriebskonzept einsetzt.

Der Designpreis der Bundesrepublik Deutschland wird auch als »Preis der Preise« bezeichnet. Der Grund: Kein anderer Designpreis stellt ähnlich hohe Anforderungen an seine Teilnehmer. So kann ein Unternehmen nur dann am Wettbewerb um den Designpreis teilnehmen, wenn sein Produkt bereits mit einem nationalen oder internationalen Preis ausgezeichnet wurde.