Fit Additive Manufacturing Group nimmt Japan ins Visier

Die Fit Additive Manufacturing Group mit Stammsitz im oberpfälzischen Lupburg besitzt bereits Vertriebs- und Entwicklungsstandorte in den USA, Rumänien und Russland. Mit Gründung der Tochter Fit Japan K.K. nimmt die jüngste Unternehmensexpansion den vielversprechenden japanischen Markt ins Visier.

29. Juni 2018

Die Situation am japanischen Markt, so heißt es aus Lupburg, sei gekennzeichnet durch die Verschiebung des Fertigungsbedarfs der Unternehmen weg vom Prototypenbau für Endteile und Werkzeuge hin zur additiven Serienfertigung. Im Vergleich zu Europa hinke die Entwicklung in Japan insgesamt hinterher, viele japanische Unternehmen verhielten sich noch abwartend. Das ernsthafteste Interesse am technologischen Wandel zeige sich bei den großen Automobilherstellern, die das Potential von ADM, also Additive Design and Manufacturing, zum Ausbau ihrer Marktposition ausloten.

Ziele von Fit in Japan

„Schrittweise wollen wir als ausländischer Spezialfertiger für die Additive Fertigung in Japan zu einem „Insider“ im Innovationssystem werden. Dazu haben wir eine eigene japanische Fit-Tochter gegründet, die als direktes Interface für unsere ADM-Leistungen am japanischen Markt fungiert und uns Zugang zu den wichtigen Kunden verschaffen kann. Diese Geschäftsbeziehungen wollen wir als Technologieführer sowohl für Japan als auch für den gesamten asiatischen Raum ausbauen und langfristig fixieren“, erklärt Carl Fruth, CEO bei der Fit AG, die bereits einige der wichtigsten japanischen Konzerne zu ihren Kunden zählt.     

Das Alleinstellungsmerkmal "ADM"

Die Fit Additive Manufacturing Group zeichnet sich nach eigenen Angaben nicht nur durch langjährige Erfahrung mit einer hohen Bandbreite von additiven Technologien aus, sondern auch durch ein profundes pragmatisches Knowhow des gesamten Fertigungsprozesses. Das Unternehmen ist spezialisiert auf hochkomplexe Serienkomponenten im Schichtbauverfahren. Das Erfolgsrezept von Fit lautet ADM, das die komplette Wertschöpfungskette unter additiven Gesichtspunkten einschließt. Das komplette ADM-Servicepaket umfasst in der Pre-Production-Phase additiv gerechtes Design und Engineering, ein umfassendes Portfolio von AM-Technologien für die eigentliche Fertigung sowie ausgefeilte Nachbearbeitungsverfahren und Qualitätssicherungsmethoden.

Industrie-Insider als Mittelsmann

Mit Yasushi Murata hat sich die Fit AG einen erfahrenen Kenner der japanischen Fertigungsindustrie ins Boot geholt. 30 Jahre Erfahrung im Automobilsektor machen ihn zu einem alten Hasen im Geschäft mit einer hervorragenden Kenntnis der etablierten konventionellen Massenproduktion. „Als ich das erste Mal von der Fit AG und ihrem ADM-Konzept gehört habe, habe ich sofort das Potential erkannt, das darin steckt“, beschreibt Murata seine Mission. „Ich freue mich auf die Aufgabe, das Serviceangebot der Fit mit dem derzeit oft noch etwas diffusen Bedarf japanischer Unternehmen zusammenzubringen. Ohne zu übertreiben, sehe ich die Chance, dass die Fit AG die heutige japanische Fertigungsindustrie aufbrechen kann.“ 

Über die Fit Additive Manufacturing Group:

Gegründet 1995, ist die Fit Additive Manufacturing Group in den Geschäftsbereichen Rapid Prototyping und Additive Design and Manufacturing („ADM“) tätig. Der Umsatz 2017 lag bei 25,4 Mio. €. FIT beschäftigt derzeit insgesamt 330 Mitarbeiter am Firmenstammsitz Lupburg sowie an weiteren Standorten, u.a. in Feldkirchen, Brasov (Rumänien), Schukowski (Russische Föderation), Nagoya (Japan) sowie in Peoria und Boston (USA).