Fit im harten Umfeld

Spezial Sensor- und Messtechnik

Edelstahlsensoren – Sensoren müssen in der Lebensmittelindustrie eine Menge aushalten. Die NextGen-Optosensoren im Edelstahlgehäuse von Baumer stellen das unter Beweis und auch ein neuer Vision-Sensor, der dank Schutzart IP69K weitere Anwendungsfelder erschließt.

14. April 2015

Hersteller von Sensoren müssen ihre Geräte sehr speziell auslegen, wenn sie in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden sollen. Kaum irgendwo anders sind die Anforderungen an Robustheit und Hygiene so hoch wie dort. Das hat auch Baumer mit seinen NextGen-Sensoren mit IO-Link in Edelstahl beherzigt und hier im Speziellen mit dem neuen optoelektronischen Sensor O500.

Ganz wichtig ist den Schweizern, dass der Anwender damit äußerst flexibel reagieren kann und auf diese Weise Kosten und Zeit einspart. Insgesamt sind je drei Sensorprinzipien im EHEDG-konformen Hygienedesign (O500 HD) oder als Washdown-Variante (O500 WD) mit Schutzart IP69K im Angebot: Es gibt einen Lichttaster mit Hintergrundausblendung, eine Reflexionslichtschranke und SmartReflect, eine von Baumer entwickelte Technologie einer Lichtschranke, die keinen separaten Reflektor benötigt.

Mit dem O500 im Hygienedesign bietet Baumer nach eigenen Angaben den weltweit ersten Sensor, bei dem der Anwender die Tastweite per magnetischem Teach-in direkt am Gerät einstellen kann. Die Entwickler haben die Sensoren in Washdown-Ausführung mit dem Einlernverfahren qTeach ausgestattet. Dies ermöglicht eine einfache, zeitsparende Installation und verschleißfreie Bedienung. Zum Einlernen der Sensoren reicht eine Berührung des geschlossenen Gehäuses mit einem beliebigen ferromagnetischen Werkzeug wie einem Inbusschlüssel oder Schraubendreher.

Das EHEDG-konforme Gehäusedesign komplett aus Edelstahl verhindert die Anhaftung von Verschmutzungen oder Keimen. Dank des von Baumer entwickelten Dichtigkeitskonzepts proTect+ erfüllen die O500-Edelstahl-Sensoren auch langfristig die Anforderungen der Schutzklasse IP69K. Höchste Beständigkeit und lange Lebensdauer der Sensoren seien damit gewährleistet.

Durch den Kommunikationsstandard IO-Link lassen sich die im Sensor integrierten Diagnose- und Parametriermöglichkeiten nutzen, um Prozesse in anspruchsvollen Umgebungen wie eben in der Lebensmittelindustrie zu optimieren. Die Vorteile liegen dabei in der schnellen und automatisierten Inbetriebnahme, einer individuell optimierten Wartung sowie einer deutlich erhöhten Prozesssicherheit durch die Möglichkeit, Sensorzustände frühzeitig zu erkennen und prozessoptimal zu beheben.

Lebensmittel exakt greifen

Die Bildverarbeitungssensoren der Serie VeriSens XF-105/205 sind ein weiteres Produkt für anspruchsvolle Anwendungen in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie und laut Baumer die ersten, die für den hohen Schutzgrad IP69K zertifiziert sind.

So kann der Anwender selbst in sensiblen Bereichen industrielle Bildverarbeitung einsetzen. Bei Verarbeitung, Verpackung oder Abfüllung prüfen die Sensoren berührungslos mehrere Objektmerkmale wie Anwesenheit und Vollständigkeit gleichzeitig, sie können zudem die Position für nachfolgende Verarbeitungsschritte ermitteln. Das Edelstahlgehäuse im Washdown-Design erlaubt dabei die direkte Montage und Reinigung im Spritzbereich. mk

Erschienen in Ausgabe: 03/2015