Fit stürmt Gipfel auf der Rapidtech

Die Fit Additive Manufacturing Group präsentierte ihre Leistungen im Bereich der Additiven Fertigung auf der diesjährigen Rapidtech + Fabcon 3D in Erfurt. Das diesjährige Motto lautete „Gipfelstürmer“.

01. Juli 2019
Fit stürmt Gipfel auf der Rapidtech

Wenn man es genau betrachtet, so das Unternehmen, hat die Additive Fertigung viel mit Bergsteigen gemeinsam. Es ist herausfordernd, erfordert gründliche Vorbereitung und viel Erfahrung, wenn man einen hohen Gipfel bezwingen will. Aber es lohnt sich. Genau das Gleiche gilt, wenn man zum Ziel hat, innovative Teile aus Additiver Fertigung zu produzieren.

Zum Gipfelstürmen braucht es ortskundige Bergführer

Gerade angesichts vieler Messeneuheiten und einer unübersichtlichen Menge potentieller Trends positionierte sich die Fitals fachkundiger Guide, der Unternehmen verlässlich und zielstrebig zum Gipfel des Erfolgs mit Additiver Fertigung führt. Auf der Fachmesse griff der Lupburger Fertigungsspezialist aktuelle Schwerpunktanwendungen für die Additive Fertigung heraus.

Sechs Gipfel als Tourenziele auf der Rapidtech

Ausgangspunkt aller Touren ist das Base Camp. Dort werden die Ziele abgesteckt und es wird entschieden, ob vorbereitende Trainings erforderlich sind oder ob direkt gestartet werden kann. Ziele zur Auswahl sind die Prototypenfertigung auf aktuellstem technischen Niveau, 3D-gedruckte Produktionshilfsmittel sowie Ersatzteile on demand. Für die Entwicklung innovativer additiv gefertigter Komponenten stellte das Unternehmen erprobte Routenpläne zu qualifizierter additiver Einzelteilfertigung (ADM-Q), Serienfertigung (ADM-V) sowie individualisierter Serienfertigung (ADM-CV) vor.

Neueste Ausrüstung erleichtert das erfolgreiche Gipfelstürmen

Damit Unternehmen optimale Bedingungen für den Aufstieg zum Gipfel vorfinden, informierte der Technologieführer FIT über seine neuesten Innovationen. Das Portfolio des AM-Spezialisten hattesich dadurch nochmals verbreitert, so dass das Leistungsangebot noch feiner ausdifferenziert werden konnte als bisher.

„SPEE3D“ ist eine innovative Technologie, bei der eine Raketendüse Metallpulver in dreifacher Schallgeschwindigkeit auf die Trägerplatte feuert. Mit der neuen bei Fit seit Kurzem verfügbaren „Warp-SPEE3D-Maschine“ wird das Kaltschweißverfahren industrietauglich. Die besonderen Vorteile des Verfahrens liegen in der Additiven Fertigung von Kupferteilen bei extrem hoher Baugeschwindigkeit.

LPM (Layered Powder Metallurgy) ist eine brandneue Entwicklung von Stratasys und als Fertigungsplattform noch nicht im Verkauf, läuft aber bereits bei Fit im Zuge einer strategischen Entwicklungspartnerschaft. LPM kombiniert das robuste Polyjet-Verfahren mit der Verarbeitung von Metallpulver. Das Interessante an dem Konzept ist der dreistufige Prozess, der Pulverauftrag, Kompression und 3D-Druck in einem durchführt. Die herausragenden Vorteile des Verfahrens liegen in der spürbaren Kostensenkung durch Steigerung der Produktionseffizienz.

WAAM (Wire Arc Additive Manufacturing) wiederum ist auf völlig andere Art innovativ. Bei Fit bereits etabliert, kombiniert das additive Aufschweißverfahren einen MSG-Schweißprozess mit einer 5-Achs-Maschinensteuerung und erzeugt komplexe, großformatige und lunker- und porenfreie Bauteile. Ein weiterer Vorteil des Verfahrens ist die schnelle Verfügbarkeit als Folge der hohen Baurate.

Metal Coating durch Galvanisieren wird bei Fit als eigene Inhouse-Leistung angeboten und bietet für alle Anwendungen, die kein massives Metall erfordern, eine kostengünstige und clevere Alternative. Als Hybridlösung vereinen galvanisierte Kunststoffkomponenten die Vorteile von Metall- und Kunststoffteilen und verleihen 3D-gedruckten Bauteilen eine bessere Performanz.