Flacher CAD-Rechner

CAD CAM

Dell Precision M3800 – Das neue Dell-Notebook ist nur 18 Millimeter dünn, bietet aber dank dedizierter Nvidia-Grafikkarte die Grafikpower, die für 3D-CAD unabdingbar ist.

10. Dezember 2013

Dell entwickelte die M3800 auf Basis einer Kundenbefragung, die zeigte, dass vielen Kunden die mobilen Workstations zu schwer und damit wenig mobil waren. Dells Antwort auf diese Anforderung ist ein leichtes und dünnes Notebook mit Profi-Grafikkarte und Zertifizierung durch die wichtigen CAD-Hersteller.

Notebooks sind meist mit CPU-integrierter Grafik ausgestattet, wobei Intel mit dem auch im M3800 eingesetzten Haswell-Chip im Grafikbereich große Fortschritte gemacht hat.

Zwei Grafikeinheiten zur Auswahl

Nichtsdestotrotz bietet eine zusätzliche Grafikkarte weiterhin Performancevorteile, unter anderem weil diese Karten einen eigenen Speicher haben statt den »normalen« Hauptspeicher des Rechners zu nutzen.

Der Vorteil der direkt in der CPU eingebauten Grafik ist der relativ moderate Stromverbrauch – dank der engeren Einbindung in die Stromsparfunktionalität des Prozessors, vor allem aber aufgrund der geringeren Leistung. Oft benötigt man die hohe Leistung der Quadro-Karte gar nicht, weshalb Nvidia die Optimus-Technologie entwickelt hat, bei der die Nvidia-Karte nur bei Bedarf genutzt wird. Im Normalbetrieb ist nur die Haswell-Grafik aktiv. Erst wenn das CAD-System hochgefahren wird, schaltet der Optimus-Treiber die Quadro-Karte hinzu. Diese schreibt ihre Bildinhalte in den Speicher der integrierten Grafik, von wo sie auf den Bildschirm gehen. Dies ermöglicht ein Umschalten zwischen den Grafikkarten ohne das früher typische Bildschirmflackern.

Es ist erstaunlich, was mobile Grafikkarten inzwischen leisten: Die in der M3800 eingesetzte Quadro K1100M erreicht fast die Leistungen der Quadro-K2000-Desktopkarte, reicht also für Midrange-CAD bei Weitem aus. Dell lässt die Wahl zwischen zwei touchfähigen Bildschirmen, einem QHD-Display mit 3.200 x 1.800 Pixeln und einem HD-Display mit 1.920 x 1.080 Pixeln. Leider sind Touchdisplays immer mit einer spiegelnden Oberfläche ausgestattet, im Falle des M3800 mit einem – Zitat Dell: »leicht glänzenden« – Gorillaglas. Insgesamt lassen sich bis zu drei Monitore an der M3800 anschließen, zwei Buchsen nach HDMI- und Display-Port-Norm sind am Gerät eingebaut, der dritte Monitor lässt sich am optionalen USB-3.0-Port-Replicator anschließen.

Eine weitere Besonderheit der M3800 ist die Festplattenkonfiguration. Es sind zwei Plätze vorhanden, neben einem mSATA-Steckplatz für SSD-Speicherkarten ein SATA-Einbauschacht für eine 2,5-Zoll-Festplatte, in den bis zu ein TByte große Platten eingebaut werden können. Die maximale Größe der mSATA-Kärtchen ist 500 GByte, sodass bis zu 1,5 TB Gesamtspeicher zur Verfügung stehen.

Komponenten gut zugänglich

Die obere Gehäuseschale besteht aus Aluminium, die untere aus Kohlefaser. Letztere lässt sich nach dem Öffnen von zehn Torx- und zwei Kreuzschlitzschrauben abnehmen, dann liegen Akku, Speicher und Festplatten zum Austausch frei.

Als Prozessor kommt der Vierkernprozessor Core i7-7402HQ zum Einsatz, der für CAD eine gute Wahl ist, denn er hat neben vielen Cores auch eine hohe Taktfrequenz. Dell präsentiert mit der Precision M3800 eine tolle Workstation für diejenigen, denen unterwegs die Bildschirmgröße weniger wichtig ist als eine hohe Mobilität – zwei Kilo Gewicht und bis zu 13 Stunden Laufzeit sind kaum zu toppen.

Erschienen in Ausgabe: 09/2013