Flexibel umrüsten

Spezial MDA

Dezentral – Dezentrale Anlagenstrukturen unterstützen die Modularisierung der Maschine. Dazu hat Danfoss seinen kompakten, robusten, gut zu integrierenden DriveMotor FCM 106 entwickelt.

27. März 2013

Eine immerwährende Diskussion im Anlagenbau ist die, ob Anlagen zentral oder dezentral aufgebaut sein sollen, um möglichst effizient zu arbeiten. Diese Frage ist kaum zu beantworten, denn zu viele Faktoren spielen dabei eine maßgebliche Rolle. Dazu zählen die räumlichen Gegebenheiten wie die Weitläufigkeit der Gesamtanlage, Rahmenbedingungen durch Feuchtigkeit, Temperatur oder aggressive Medien sowie die Akzeptanz des Anwenders. Entscheidend sind auch die wirtschaftlichen Aspekte, wie zum Beispiel die Kosten für Schaltschränke verglichen mit dem Verkabelungsaufwand.

Aus all diesen Gründen beherrscht das Stichwort dezentral immer mehr die Diskussionen. Dabei sind die Antriebssteuerungen physisch in der gesamten Anlage verteilt. Grundlage für ein dezentrales Konzept ist aber eine konsequent durchgeführte Modularisierung der Anlage. Lohn dafür ist eine oft deutliche Kostenersparnis. Zudem lässt sich die Komplexität moderner Anlagen spürbar reduzieren. Dies wirkt sich positiv auf alle Bereiche aus, von der Projektierung bis hin zu Wartung und Service. Die für eine solche Lösung eingesetzten Frequenzumrichter und Motoren müssen entsprechend robust und effizient sein, damit sie auch in rauer Umgebung funktionieren. Diese Voraussetzungen erfüllt der neue VLT DriveMotor FCM 106 von Danfoss. Die Gehäuse eignen sich für den Einsatz im Feld und verfügen über eine entsprechend hohe Schutzart. Alle Geräte widerstehen Feuchtigkeit, Staub und Schmutz. Dank einer säure- und laugenfesten Lackierung können ihnen auch häufige Reinigungsprozesse, wie sie beispielsweise in der Getränkeindustrie die Regel sind, nichts anhaben. Unterstützend dazu wirken sich die hochwertigen EMV-Filter in Netz und Motor aus.

Gute Kombination

In den Antrieben ist ein Asynchron- oder Permanentmagnet-Motor (PM) mit dem Frequenzumrichter kombiniert. Eine solche Einheit garantiert laut Hersteller einen hohen Wirkungsgrad und damit wenig Abwärme. Die Kombination mit einem PM-Motor erreicht zudem eine Energieeffizienz, die die Anforderungen gemäß IE4 Super Premium erfüllt oder sogar übertrifft. Der FCM 106 basiert auf einem Easy-to-use-Ansatz. Wegen des logischen und klaren Konzepts muss der Anwender nicht viel Zeit in die Einarbeitung investieren. Geringe Variantenvielfalt unterstützt das und reduziert zudem die Lagerhaltung und damit die laufenden Kosten. Sollten die Platzverhältnisse vor Ort für den motormontierten FCM 106 nicht reichen, ist alternativ eine Wandmontage in unmittelbarer Nähe des Motors möglich. Generell sinkt der Verdrahtungsaufwand vor allem in weitläufigen Anlagen erheblich. Gerade bei Einsatz geschirmter Leitungen lassen sich so deutliche Einsparungen erzielen. Der modulare Anlagenaufbau bietet Maschinen- und Anlagenbauern eine Vielzahl konstruktiver Möglichkeiten. So lassen sich ganze Maschinen- oder Anlagenteile im Werk fertig vorproduzieren, in Betrieb nehmen und zuverlässig testen.

Auch bei einer nachträglichen Erweiterung von Anlagen muss der Anwender keinen zusätzlichen Schaltschrankplatz schaffen. Zusätzlich fallen auch keine Klimatisierungskosten für Schaltschränke oder -räume an, kurze Motorleitungen zwischen Umrichter und Motor eliminieren mögliche EMV-Probleme nahezu vollständig. Für einen einfachen und schnellen Einstieg sind die Motordaten beim FCM 106 bereits schreibgeschützt hinterlegt. Der Antrieb ist widerstandsfähig gegen Vibrationen nach Klasse 3M6: IEC721-3-3. Das optionale Display wird mit sieben Sprachversionen geliefert und folgt der bereits vertrauten Bedienstruktur aller Danfoss-Geräte.

Energie einsparen

Erprobte Technologien wie die Automatische Energieoptimierung (AEO) sind ebenfalls in das Gerät integriert und helfen dem Anwender, zusätzlich Energie einzusparen. Zudem gibt es spezielle Softwareoptionen zur Steuerung von Pumpenantrieben, auch Zwischenkreisdrosseln sowie EMV-Filter sind bereits integriert. Diese erfüllen Klasse B, A1 und A2. Als Kommunikationsprotokolle gibt es das FC-Protokoll, Modbus, Metasys sowie BACnet. Durch die freie Wahl des Motorfabrikats kann der Anwender immer die beste Antriebslösung für seine Aufgabe wählen. Dabei hilft ihm die Version FCP 106, die er per Adapterplatte auf seinen bevorzugten Motor montieren kann. Als Motortyp stehen ein PM- oder Asynchronmotor zur Verfügung. Die Motordaten sind selbstständig programmierbar und lassen sich danach wirksam schützen. Die Wahlfreiheit vereinfacht die Ersatzteilhaltung und ermöglicht eine schnelle Ersatzteilbeschaffung weltweit. Im Bedarfsfall lässt sich zusätzliche zeitgemäße Technik wie ein Energiesparmotor nachrüsten. Dabei ist es nicht erforderlich, die Antriebstechnik mit zusätzlichen Kosten auszutauschen.

Auf einen Blick

- Neuer dezentraler, motormontierter Frequenzumrichter.

- Kann Asynchron- sowie Permanentmagnet-Motoren betreiben und ist somit Technologieunabhängig und universell einsetzbar.

- Besonders robuste, kompakte Bauart für Anwendungen im HKL-Bereich.

- Komplettpaket mit Motor oder als Elektronik allein zu beziehen.

Erschienen in Ausgabe: 02/2013