Flexibilität für fluidische Systeme

Bürkert bietet eine neue Geräteplattform, die die Vernetzung von verschiedenen Ventilfunktionen und Sensoren vereinfacht.

18. Juli 2018

Erst wenn verschiedene Ventilfunktionen und Sensoren miteinander verknüpft werden, bekommt eine Anlage auch eine Funktion. Klassisch übernimmt dies eine SPS. Mit der Anbindung der Sensoren steigt die Signalanzahl jedoch deutlich an. Dann ist es nicht mehr einfach, alle Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, auch auszunutzen. Denn bei jeder noch so kleinen Änderung muss ins Programm der SPS eingegriffen werden. Die Geräteplattform EDIP (Efficient Device Integration Platform) von Bürkert bietet hier einen neuen Lösungsansatz.

Die Geräteplattform EDIP stößt für alle intelligenten Bürkert-Geräte das Tor zur digitalen Vernetzung auf und bietet praxisgerechte Bedien- und Parametriermöglichkeiten. Online-Analyse-Systeme, Durchflussmessgeräte (Flowave) und Massendurch-flussmesser (MFC) lassen sich damit beispielsweise besonders schnell, einfach und flexibel miteinander vernetzen. Der Anwender kann Logik programmieren und an sich ändernde Prozesse und Betriebsbedingungen anpassen. Die EDIP-fähigen Geräte kommunizieren über ein Interface auf Basis des Industriestandards CANopen, der mit zusätzlichen Features erweitert wurde. So ist beispielsweise kein Master notwendig und die Teilnehmer werden automatisch adressiert. Das autarke Subsystem wird in das vorhandene Netzwerk bzw. an den übergeordneten Feldbus an genau einer Stelle eingebunden. Das vereinfacht die Projektierung und minimiert Schnittstellen.

Anlageneffizienz steigern

Ein wichtiger Baustein von EDIP ist die PC-Software „Communicator“, die allen Kunden kostenfrei zur Verfügung steht. Das Programm dient der Konfiguration bzw. Parametrierung der „intelligenten“ Bürkert-Geräte. Vor allem die grafische Programmieroberfläche bietet einen hohen Praxisnutzen, da sich mit ihrer Hilfe beliebige Funktionen realisieren und applikationsspezifische Prozessabläufe regeln lassen. Das sind zum Beispiel Mischungsregelungen von Gasen, Zustandserfassungen oder eine Fehlerüberwachung. Für die individuelle Anpassung und Optimierung von Teil-Prozessen ist ein Eingriff ins Leitsystem somit nicht mehr zwingend notwendig, was die Anlageneffizienz steigert sowie Zeit und Kosten spart. Dabei soll der Ansatz mit dezentraler Intelligenz in den meisten Fällen nicht das klassische Prozessleitsystem ersetzen, sondern ist durchaus als Teil eines Gesamtsystems sinnvoll. Neben dem Einsatz in Subsystemen besteht aber auch die Möglichkeit, autarke, dezentrale Systeme zu erstellen, um schnell, einfach und kostengünstig individuelle Lösungen umzusetzen.