Flexibilität integriert

Antriebstechnik

Linearantriebe – Elektrische Linearantriebe bieten zahlreiche Vorteile gegenüber pneumatischen oder hydraulischen Systemen. Eine integrierte Steuerung bringt zusätzliche Optionen für zahlreiche Anwendungsfälle und hilft zudem Kosten zu sparen.

10. Februar 2014

Ein oft benötigtes Element vieler automatisierter Maschinen und Anlagen sind Stellantriebe, die lineare Bewegungen ausführen. Elektrisch angetriebene Systeme bieten dabei oft Vorteile gegenüber hydraulischen und pneumatischen Systemen, weil sich mit ihnen Steuerung und Überwachung meist einfacher und kostengünstiger umsetzen lassen. Der dänische Linearantriebsspezialist Linak mit Deutschlandsitz im hessischen Nidda geht nun einen Schritt weiter und rüstet viele seiner Verstell antriebe unter der Baureihenbezeichnung iFlex zusätzlich mit einer eingebauten Steuerung mit einer integrierten H-Brücke aus, die unterschiedliche Möglichkeiten für Lagerückmeldungen und weitere Einstellungen zur Verfügung stellt.

Mit der integrierten Steuerung lassen sich auf einfachem Wege Schutzfunktionen für Antrieb und Applikation realisieren. So verlängern eine kontrollierte Leistungsabgabe und eine Temperaturüberwachung die Lebensdauer und erhöhen zugleich die Funktionssicherheit des Antriebs. Zudem spart diese Lösung auch Kosten und Montageaufwand, weil der Antrieb zahlreiche Aufgaben auch ohne zusätzliche Relais oder externe Steuereinheiten erledigen kann.

Das iFlex-Programm umfasst vier verschiedene Modellreihen. Dabei bietet das Modell iFlex Basic eine im Antrieb integrierte Steuereinheit, die eine einfache Rückmeldung liefert. Anspruchsvollere Funktionen bieten die Antriebe der Baureihe iFlex advanced, die sich individuell an die jeweiligen Anforderungen anpassen lassen. Das Softwaretool »BusLink« ermöglicht dabei die Programmierung der Konfiguration direkt in den Antrieb. So lassen sich die Endlagen, in die der Verstellantrieb fahren soll, ebenso definieren wie eine Soft-Start- und Soft-Stopp-Funktion. Weitere Funktionen sind eine Begrenzung der Stromaufnahme zur Verhinderung von Überlast sowie eine digitale oder analoge Lagerückmeldung. Optional integrierbar ist zudem eine LINbus- oder Modbus-Schnittstelle.

Die Variante iFlex Bus-Kommunikation ermöglicht zusätzlich, mit Hilfe der Software den Zustand des Antriebs sowie Informationen über den Betrieb auszulesen, wie beispielsweise die Anzahl der Hübe, die Höhe der bewegten Kräfte oder die Temperaturentwicklung im Inneren des Antriebs.

Ein weiterer Vorteil der »integrierten Flexibilität« ist die einfache Umsetzung eines Systems zum exakt parallelen Verfahren mehrerer Verstellsysteme. So lassen sich mit iFlex bequem und ohne zusätzliche Hardware oder eine externe Steuerung bis zu acht Verstellzylinder parallel verfahren. Dabei konfiguriert das System sich selbstständig: Sobald die Antriebe angeschlossen sind, übernimmt ein Antrieb die Funktion des Masters, die übrigen bis zu sieben Antriebe dienen als Slaves. Die Fahrbefehle können dabei variabel an jedem Antrieb im System eingegeben werden. Die Kommunikation untereinander regeln die Antriebe dann selbstständig.

Auf einen Blick

- Die Linak A/S mit Sitz im dänischen Nordborg mit weltweit mehr als 1.500 Mitarbeitern ist ein führender Hersteller elektrischer Linear-Antriebssysteme vor allem für die Bereiche Krankenhaus und Pflege, Möbel und Industrie.

- 80 Prozent der Produkte sind kundenspezifische Lösungen.

- Die Linak GmbH im hessischen Nidda ist mit ca. 60 Mitarbeitern die größte Tochtergesellschaft des Unternehmens.

Erschienen in Ausgabe: 01/2014