Formnext freut sich über Neuaussteller

Im vierten Jahr ihres Bestehens will die Formnext in Frankfurt am Main (13. bis 16. November) neue Bestmarken setzen. Veranstalter Mesago Messe Frankfurt erwartet mehr als 550 Aussteller auf einer Ausstellungsfläche von 36.000 Quadratmetern in der Messehalle 3, die bereits zehn Wochen vor Messestart vollständig belegt war.

02. November 2018
Mehr als 550 Aussteller haben sich zur diesjährigen Formnext angemeldet. 80 mehr als im Vorjahr.
Bild 1: Formnext freut sich über Neuaussteller (Mehr als 550 Aussteller haben sich zur diesjährigen Formnext angemeldet. 80 mehr als im Vorjahr. )

Die letztjährige Formnext zählte 470 Aussteller aus 33 Ländern und rund 21.000 Besucher. „Das zeigt, wie stark die Wachstumsdynamik der Formnext ist“, so Bereichsleiter Sascha F. Wenzler. Zusätzlich nutzt die Fachmesse für Additive Manufacturing und moderne Fertigungsverfahren an die Halle 3 angrenzende Flächen für Veranstaltungen des Rahmenprogramms. So wird im Saal Europa der Halle 4 die TCT conference @ Formnext veranstaltet.

Additive Lösungen für zahlreiche Anwenderindustrien

Auch auf der Formnext 2018 werden sich Aussteller aus 33 Nationen präsentieren. Der internationale Ausstelleranteil liegt damit bei rund 55 Prozent. Neben Deutschland sind die wichtigsten Ausstellerländer China (13,4 %), USA (10,8 %), Italien (8,2 %), Großbritannien (7,5 %) sowie Frankreich, Spanien und die Niederlande (jeweils 6,6 %). 165 Neuaussteller aus 26 Nationen werden erstmals ausstellen. Mit dabei Marktführer wie 3D Systems, Additive Industries, Addup, Adira, Alphacam, Arburg, Arcam, BeAM, BigRep, Concept Laser, Carbon, Dassault, Desktop Metal, DMG Mori, Envisiontec, EOS, ExOne, Farsoon, Formlabs, FIT, GE Additive, HP, Keyence, Markforged, Materialise, Matsuura, O.R. Laser, Prodways, Renishaw, Ricoh, Siemens, Sisma, SLM Solutions, Stratasys, Trumpf, Voxeljet und XJet.

Das Messespektrum wird entlang der relevanten Prozessketten weiter ausgebaut, wichtige Bereiche wie Software, Material, Pre- und Postprocessing (z.B. für Pulverentfernung, Oberflächenbearbeitung oder Wärmebehandlung) werden weiter verstärkt. Hier zeigen Traditions-Konzerne wie BASF, Böhler Edelstahl, HC Starck, Höganäs oder Linde ihre neuesten Entwicklungen und ihr industrielles Anwendungs-Know-how. Auch zahlreiche Start-ups und junge Unternehmen bieten den Besuchern wegweisende Innovationen, die von KI- Software bis zu spezialisierten, additiven Produktionstechnologien reichen. Damit bietet die Formnext 2018 laut Veranstalter eine einzigartige Palette an Innovationen, die es Besuchern aus zahlreichen Anwenderindustrien ermöglicht, die Potentiale der Additiven Fertigung im eigenen Produktionsprozess unmittelbar zu nutzen.

Transatlantischer Summit zu AM-Normen

Vom internationalen Charakter der Formnext profitiert der Normungssummit am 14. November mit dem Titel „AM Standards Forum“. Dieser wird von der Formnext in Kooperation mit dem U.S. Commercial Service und in Zusammenarbeit mit deutschen und amerikanischen Partnern für alle Interessierten veranstaltet. Auf dem Summit werden aktuelle Entwicklungen für die Standards der Additiven Fertigung präsentiert und auch im Hinblick auf spezielle Industriebereiche näher diskutiert. Zu den Teilnehmern des Summits zählen hochrangige Vertreter aus der Politik, von führenden internationalen Unternehmen und Normungsinstitutionen.

Vielseitiges Rahmenprogramm

Parallel zur Messe findet in Halle 4 das Konferenzprogramm vom Content Partner TCT statt. Es bringt Vordenker der AM-Branche mit Anwendern aus der Industrie zusammen.

Die Start-up Challenge konnte sich bereits als wichtiger Wettbewerb für vielversprechende junge Unternehmen etablieren. Die Sieger 2018 werden auf der Formnext prämiert und auf der gleichnamigen Fläche vertreten sein. Hier können sich Besucher von den wegweisenden Innovationen wie gedruckten Mikron-Strukturen, automatisierten Bauteiloptimierungen oder Lösungen für additiv gefertigte Medizinprodukte und Verbundwerkstoffe inspirieren lassen.

Daneben wird der internationale Ideenwettbewerb Purmundus Challenge im Rahmen der Formnext 2018 unter dem Motto „3D-Druck rüstet uns für die Zukunft“ veranstaltet und zeichnet kreative Unternehmen aus. Die Ideenschmiede der Formnext wird komplettiert durch junge Unternehmen, die sich auf der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Fläche präsentieren.

Welche konkreten Vorteile sich durch Additive Fertigung in der Industrie und im Maschinenbau erzielen lassen, zeigt die User-Case-Area Ready4industry. Diese wird erneut durch die Arbeitsgemeinschaft AM im VDMA e.V., dem ideellen Träger der Formnext, ausgerichtet.

Die im Vorjahr erfolgreich gestartete Plattform AM4U wird fortgeführt und bietet Karrieremöglichkeiten, Weiterbildung und persönliche Kontakte rund um die Additive Fertigung. Das vielfältige Programm umfasst unter anderem eine Internationale Kooperationsbörse, einen Karrieretag sowie die Seminarreihe Discover3Dprinting. Diese richtet sich an mittelständige Unternehmen, die in die Additive Fertigung einsteigen möchten und wird in Kooperation mit ACAM Aachen Center for Additive Manufacturing veranstaltet.

Erstmals werden im Rahmen von AM4U Anwendungen und Möglichkeiten der Additiven Fertigung in der Bauindustrie vorgestellt. Die Formnext kooperiert hierfür mit der TU Darmstadt und dem BE-AM-Symposium und will damit die additiven Potentiale für die Bauindustrie und Architektur in einem noch größeren Umfang nutzbar machen.

Formnext 2019 zieht in die neue Messehalle 12

Von der großen Nachfrage der Aussteller zeigte sich auch Formnext-Bereichleiter Wenzler beeindruckt: „Dass wir trotz der erneuten Erweiterung der Fläche so ausgezeichnet belegt sind, unterstreicht das höchst dynamische und nachhaltige Wachstum der Formnext, das unser gemeinsam mit der Industrie entwickeltes Messekonzept sehr eindrucksvoll bestätigt.“ Um der steigenden Nachfrage auch in Zukunft gerecht zu werden, zieht die Formnext im nächsten Jahr in die neu gebaute Messehalle 12 des Frankfurter Messegeländes um, die dann in Kombination mit Halle 11 eine Ausstellungsfläche von rund 58.000 Quadratmetern zur Verfügung stellt.