Formula Student Germany 2009

In diesem Jahr nahmen an dem internationalen Konstruktionswettbewerb, den der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) bereits zum vierten Mal ausrichtete, 77 Teams mit insgesamt 1.900 Studenten aus der ganzen Welt teil.

24. August 2009

Der Gewinner der Formula Student Germany 2009 ist das Team der Universität Stuttgart. Die Schwaben verwiesen die englische Universität Hatfield und die Universität Western Australia auf den zweiten und dritten Platz.

In diesem Jahr nahmen an dem internationalen Konstruktionswettbewerb, den der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) bereits zum vierten Mal ausrichtete, 77 Teams mit insgesamt 1.900 Studenten aus der ganzen Welt teil. Rund 5.000 Zuschauer bejubelten das Geschehen am Hockenheimring. Die Nachwuchsingenieure konstruierten ein Jahr lang einen einsitzigen Formelrennwagen und bezogen dabei nicht nur die Rennperformance, sondern spätere Verkaufsargumente ein. Ihr Können mussten sie während des Wettbewerbs in Disziplinen wie Beschleunigung, Ausdauer, Design und Finanzplanung beweisen.

Das Stuttgarter Team bot das beste Gesamtpaket. Im finalen Ausdauerrennen hielten sie als eines der wenigen Topteams durch und überzeugten zudem mit guten Rundenzeiten. Der Vorjahressieger der niederländischen Universität Delft schied hier mit einem Defekt aus. Die Stuttgarter gewannen zudem die Disziplinen »Autocross« und »Skid Pad«.

Als bester Newcomer wurde die Universität Siegen ausgezeichnet. Sie belegte Platz 44. Auch das Thema Treibstoffeffizienz wurde bei dem Wettbewerb bewertet. In dieser Kategorie gewann das Team der TU Delft. »Gerade für Nachwuchsingenieure ist es heutzutage sehr wichtig, Innovationen insbesondere mit Nachhaltigkeit zu verbinden. Sie arbeiten schließlich zukünftig an den Lösungen für eine umweltschonende Mobilität«, erklärte Tim Hannig, Chairman der Formula Student Germany. Aus diesem Grund wird es 2010 neu die Formula Student Electric geben. Die Fahrzeuge fahren hier mit reinen Elektroantrieben bei ansonsten unverändertem Wettbewerb.

Den »Sportsmanship Award« holte das Team der Hochschule Saarbrücken. Sie finanzierten dem Team aus Montreal den Zoll, damit diese an der FSG teilnehmen konnten.

»Der Formula Student Wettbewerb in Deutschland bietet einerseits enorme Möglichkeiten für Studierende, Praxiserfahrung zu erwerben, sich frühzeitig bei möglichen Arbeitgebern zu empfehlen, und andererseits die Chance, für den Ingenieurnachwuchs und für die Sicherung des Technikstandortes Deutschland zu werben«, sagte VDI-Präsident Professor Bruno O. Braun. Diese Bedeutung der Formula Student spiegelt sich auch in der breiten Förderung durch die Wirtschaft wider. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch Audi, BMW Group, Bosch Engineering, Brunel, Continental, Daimler, DEKRA, Henkel, IAV GmbH, MAHLE, SolidWorks, Tognum, VW und ZF.

Und die Entwicklung geht weiter: 2010 soll es eine Formula Student Electric geben, die erste weltweit. Damit zeigen die Veranstalter und die Studierenden, dass sie auf zukünftige Technologien setzen. »Es geht uns darum, der steigenden Bedeutung elektrischer Antriebe in der Industrie Rechnung zu tragen, und das dynamische Konzept und die Begeisterung der Teams für die FSG zu erhalten«, ergänzt Hannig. Aufgabe der Studierenden bei Formula Student Electric wird es sein, einen konkurrenzfähigen Rennwagen wie für die Formula Student Germany zu konzipieren und zu bauen. Allerdings muss dieser mit einem Elektromotor und Energiespeicher als Antrieb ausgestattet sein

Mehr Infos unter www.formulastudent.de