Fortadur - Faserverstärktes Glas

Eine starke Verbindung: Siliciumcarbidfasern und Borosilikatglas

05. Juli 2010

Siliciumcarbidfasern verleihen Glas außergewöhnliche Materialeigenschaf-ten, die für den sonst so spröden Stoff nicht gerade typisch sind. Die Duran Group produziert diesen besonderen Werkstoff, welcher hervorragende physikalische Eigenschaften und thermische Beständigkeiten besitzt. Die mechanische Belastbarkeit zeigt sich in Biegefestigkeiten bis zu 450 Mpa sowie einem E-Modul von 110 GPa. Maximale Einsatztemperaturen bis zu 750 °C und eine Temperaturwechselbeständigkeit von 450°C runden das Profil ab.

Das Potential dieses Materiales zeigt sich auch in seiner Applikationsvielfalt. Vor allem in der Heißfertigung wie zum Beispiel bei der Getränkefla-schenproduktion setzen die Anwender auf die hervorragenden Materialei-genschaften. Die Maschinenkomponenten sind hohen Temperaturen aus-gesetzt und gewährleisten durch ihre Abriebfestigkeit hohe Standzeiten. Im Vergleich zu Metall, entzieht Fortadur den fabrizierten Flaschen keine Wärme, so wird einer Rissbildung entgegengewirkt.

Auch in der Aluminiumindustrie findet Fortadur seine Anwendung. Neben der hohen Temperaturresistenz hat das Komposite außerdem den Vorteil, dass es vom Aluminium nur in geringen Maßen benetzt wird. So werden Haken, Rührer und Schöpfkellen aus Fortadur eingesetzt.

Bei der Herstellung des faserverstärkten Glases werden Siliciumcarbidfasern in einem Wirbelbad mit Borosilikatglaspulver beschich-tet und anschließend bei 1300°C und 160 Tonnen Druck unter Schutzat-mosphäre verschmolzen und verpresst.