Fortschritt in 3D

Siemens hat mitgeteilt, dass es derzeit in Zusammenarbeit mit HP eine neue Software für 3D-Druck entwickelt, die auch Drucker unterstützt, die mit mehreren Materialien und verschiedenen Farben arbeiten.

02. Juni 2016

Die angekündigte Software auf Basis von NX Manufacturing ist optimiert auf Drucker der neuen Serie Jet Fusion von HP und soll deren volles Potenzial mobilisieren. Laut Siemens wird die neue Software in Kombination mit HP-Druckern beispielslos genaue Drucksteuerung ermöglichen bis zu den Materialeigenschaften auf Voxellevel, soll bis zu zehnmal schneller sein als bisherige Druckabläufe und dafür sorgen, dass der Druck nur halb soviel kostet wie mit anderen aktuellen 3D-Druckern. Mit Autodesk und Materialise arbeitet HP bei Software für 3D-Druck ebenfalls zusammen. 

"Additive Produktion bedeutet eine industrielle Revolution für die Fertigung. Unternehmen können durch 3D-Druck Kreativität und Innovation in die Produktentwicklung bringen", meint Chuck Grindstaff, Präsident und CEO von Siemens PLM Software. "HPs neue 3D-Drucktechnik, kombiniert mit Siemens' Software für additive Fertigung, wird Ingenieuren ein neue Level von Designfreiheit, Anpassbarkeit und Geschwindigkeit bringen. Unternehmen werden Produkte entwickeln können, die mehr leisten bei weniger Gewicht und größerer Stabilität. Sie werden in der Lage sein, mehrteilige Komponenten wie ein Teil mit variierenden Eigenschaften zu drucken, was Zeit und Geld spart und das Risiko von Fertigungsfehlern reduziert. Diese neuen Möglichkeiten werden verändern, wie Teile produziert werden, und noch wichtiger, wie man Produkte erdenkt." 

Damit 3D-Druck eine praktikable Alternative für die Produktion wird, muss sich laut Siemens die Technik weiterentwickeln in puncto Geschwindigkeit, Qualität und Kosten. Ebenso wichtig sei, dass der Daten-Input sich weiterentwickelt, wodurch die Software eine kritische Komponente ist. Designer und Ingenieure können die additive Produktion nur voll nutzen, wenn sie die Teile- und Materialcharakteristik bis auf Voxellevel kontrollieren. Das heißt sie sollen Teile drucken können mit unterschiedlichen Texturen, Dichten, Festigkeiten und Reibeigenschaften. Auch bei elektrischen und thermischen Charakteristika sollten sich die Produkte und Materialien unterscheiden können. Druckeransteuerung auf Voxellevel würde laut Siemens PLM einen starken Einfluss darauf haben, was Designer und Ingenieure bei Produktinnovation und Fertigung machen können.