Fortschritte mit dem Laser

Tebis hat seine CAD/CAM-Software um Funktionen für Laserhärten und Laserauftragsschweißen ergänzt. Weil Betriebe diese Verfahren häufig mit Robotern durchführen, hat man auch die Software zur Robotersteuerung erweitert.

12. Dezember 2017

Mit dem Laserhärten und Laserauftragsschweißen führt Tebis zwei neue Verfahren in seiner Software ein. Durch Laserhärten lassen sich komplexe Stahl- und Stahlgussteile lokal eingegrenzt bei definierter Tiefenwirkung bis zu 1,5 Millimeter härten. Werkzeug- und Formenbauer erhöhen so die Belastbarkeit von Messern, Backen, Schneidkanten, Formplatten und damit die Standzeit der gefertigten Werkzeuge und Formen. Laserauftragsschweißen wird in Fertigungsbetrieben, beispielsweise im Werkzeug- und Formenbau, zur Reparatur von Bauteilen genutzt. Dabei schmilzt ein Laserstrahl den Schweißwerkstoff und das zu bearbeitende Material in Schichten auf, und es entsteht eine belastbare Verbindung.  Anschließend lassen sich diese Bereiche spanend bearbeiten.

Beide Erweiterungen beinhalten CAD-Aufbereitungsfunktionen und Kollisionskontrolle zur Unterstützung der Programmierer. Zusammen mit der 3D-Strahlgeometrie sowie der Werkzeug- und Technologiedatenverwaltung sollen NC-Programme entstehen, mit denen Roboter selbst bei hochkomplexen Bauteilen ruhigere Schwenkbewegungen ausführen können. Für die Ausführung solcher Arbeiten mit Robotern hat Tebis seine Software überarbeitet und auf acht einzeln konfigurierbare Achsen mit simultan eingebundenen Verfahr- und Rundtischachsen erweitert. Damit lassen sich Roboterzellen flexibler einsetzen. Zudem hat Tebis weitere Funktionen bereitgestellt, die Roboterposen zu beeinflussen, um unerwünschte Singularitäten und Einschwenkungen im Endschalterbereich zu vermeiden.