Frei geformt

Siemens NX erhält ein Modul für Topologieoptimierung, das von dem Startup Frustum Inc. entwickelt wurde. Dadurch können Benutzer die Form ihrer Modelle optimieren - oder auch nur Teile des Modells.

13. April 2017

Siemens PLM hat mit Frustum vereinbart, dass deren Tool Generate zur Topologieoptimierung zukünftig als Modul in Siemens NX integriert wird. Frustum ist ein US-Startup, dass sich mit Topologieoptimierung beschäftigt und zur Finanzierung Mittel von der Siemens-Investmenttochter Next 47 erhalten hat. Zusätzlich unterstützt Siemens Frustum im Rahmen des Frontier-Partnerprogramms, das speziell Startups der Branchen Robotik und 3D-Druck gewidmet ist.

Frustum hatte das Tool "Generate" im Jahr 2016 vorgestellt. Generate arbeitet gegenwärtig rein webbasiert: Das heißt, Benutzer laden ein Modell hoch, definieren im Browser die Lasten und lassen den Server rechnen. Seit Generate 1.1 gibt es es eine Smartphone-App für Safari und Chrome, auf denen sich Besucher das Berechnungsergebnis anschauen können. Bei der Integration in NX arbeiten die Konstrukteure in ihrer gewohnten Umgebung. Das letztes Jahr eingeführte Convergent Modeling ermöglicht, einzelne Bereiche des Modells tesselliert darzustellen. Das eröffnet die Möglichkeit, nicht das ganze, sondern nur Teile des Modells zu optimieren. Ziel der Optimierung ist, dass die gefertigten Strukturen mit so wenig Material wie möglich den definierten Belastungen standhalten. Diese Optimierung von Gewicht und Materialbedarf eignet sich vor allem für den 3D-Druck.