Fünfmal länger

Spezial Gleit- und Wälzlager

Pendelrollenlager – Pendelrollenlager von Timken sind wesentlich widerstandsfähiger gegenüber den harten Bedingungen in Sägewerken als viele vergleichbare Produkte und sie erweitern die Zuverlässigkeit durch eine deutlich höhere Lebensdauer.

04. Juni 2013

Sägewerke sind ein Paradebeispiel für sehr raue Umweltbedingungen. Es lässt sich leicht ausmalen, wie erbarmungslos dort alle Komponenten gefordert werden. Das gilt in besonderem Maße auch für die eingesetzten Lager.

Diese schmerzliche Erfahrung musste zum Beispiel auch das belgische Unternehmen Industrie du Bois Vielsalm (IBV) machen. IBV betreibt sechs Sägelinien mit einer täglichen Gesamtproduktionskapazität von 6.000 Kubikmetern Nadelholz und gehört zu den führenden Nadelholzsägewerken der Benelux-Staaten und zu den 20 größten Produzenten in Europa. Zusätzlich zur Produktion von Schnittholz und Pellets betreibt IBV ein Biomasse-Heizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung. Zusammen betragen die Umsätze aus den drei Anlagen der Gruppe rund 100 Millionen Euro.

IBV verarbeitet Sägemehl und Hackschnitzel zu umweltfreundlichen Holzpellets. Das Unternehmen verwertet das Schnittholz vollständig. Die Pellets dienen dabei sowohl zum Verkauf als auch zur Energieerzeugung in den Werken des Unternehmens.

Harte Bedingungen

Bei der Fertigung werden Holzabfälle zu einer teigähnlichen Masse verarbeitet. Anschließend pressen zwei Reibrollen diese Masse durch die Löcher einer perforierten Trommel, um so die Pellets zu formen.

Aufgrund dieser Vorgänge müssen die Lager schwere Lasten, Stöße und Vibrationen ertragen und aushalten. Für IBV bedeutete das, die in den Pelletpressen eingesetzten, stark geforderten Lager etwa alle 500 Stunden auszutauschen. Daraus resultierten häufige und teure Ausfallzeiten. Diese Situation war für IBV nicht mehr tragbar und das Unternehmen wendete sich auf der Suche nach einer haltbareren Lösung an seinen Zulieferer Brammer in Luxemburg.

Brammer organisierte eine Analyse der gesamten Produktionsanlage durch Techniker des amerikanischen Anbieters Timken. Diese lösten das Problem mit zweireihigen Pendelrollenlagern der Serie YMD aus ihrem Lagersortiment mit Messingkäfig. Diese halten den Betrieb derzeit etwa 2.500 Stunden aufrecht, im Vergleich zu den ursprünglich eingesetzten Komponenten ergibt sich also eine fünfmal längere Einsatzzeit.

Ein Grund für diese verlängerte Lebensdauer ist, dass die Pendelrollenlager von Timken fünf bis acht Prozent kühler laufen als andere Lager auf dem Markt. Sie besitzen präzisionsgefertigte, innenringgeführte, zweiteilige Messingkäfige und sind für schwierige Einsatzbedingungen wie die in Sägewerken oder auch Stranggießanlagen oder Schwingsieben ausgelegt. Wie alle Mitglieder der Pendelrollenlager-Familien von Timken können auch die YMD-Lager hohe Radiallasten aufnehmen und Ausfallzeiten reduzieren, Wartungsintervalle verlängern und die Produktivität steigern.

Nach dem positiven Ergebnis hat IBV die Lager von Timken für alle Walzen der vier Pressen, die jährlich etwa 150.000 Tonnen Pellets produzieren, in ihrem Lastenheft vorgeschrieben. »Die Pendelrollenlager von Timken haben unsere Betriebskosten erheblich gesenkt und unsere Produktivität gesteigert. Unsere Werke können jetzt viel länger unterbrechungsfrei arbeiten«, zieht Bruno Simon, Manager für die Pelletproduktion bei IBV, ein Fazit.

Auf einen Blick

The Timken Company

-Das Unternehmen entwickelt, produziert und vermarktet mechanische Komponenten und Hochleistungsstahl.

-Geschäftsfelder: Wälzlager, Stahlprodukte, Getriebe, Ketten, zugehörige Produkte, Service.

-Umsatz 2012: fünf Milliarden Dollar mit rund 20.000 Mitarbeitern in 30 Ländern.

Erschienen in Ausgabe: 04/2013