Für große Displays

Spezial

Gehäuse – Die Steuerung industrieller Prozesse erfordert immer leistungsfähigere Bediengeräte. Innovative Gehäusesysteme sind speziell auf den Einbau großer Touchscreen-Displays abgestimmt.

24. Februar 2010

Die ergonomische Gestaltung von Bedienelementen beeinflusst heute den kompletten Produktionsprozess. So bietet OKW, Spezialist für Gehäusesysteme, die aktuelle Baureihe der Interface Terminals gleich in mehreren Gehäusevarianten an. Die drei Ausführungen S, M und L, passend ausgelegt für Displays bis 6,4, 8,4 und 10,4 Zoll, bestehen jeweils aus einem Gehäuseoberteil und -unterteil. Anstelle des Oberteils kann wahlweise auch eine Frontplatte aus Aluminium oder Kunststoff eingesetzt werden sowie ein transparentes Glaspanel. Die Unterseite wird nach Kundenwunsch mit einer Bodenplatte oder einem Batteriefach für 5 x 1,5 Volt AA-Mignon-Zellen abgedeckt. Die Version mit Bodenplatte ist eher für kabelgebundene Anwendungen gedacht, die viel Energie benötigen. Die Wandmontage des Gehäuses wird mithilfe eines speziellen Sockels realisiert. Mit zwei Drehriegeln lässt sich so das Gehäuse auf dem Sockel verriegeln und kann jederzeit wieder gelöst werden.

Als Einsatzgebiet für die neuen Interface Terminal-Systeme sehen die OKW-Entwickler Anwendungen in den Bereichen Kommunikationstechnik, Automatisierung, Sicherheitstechnik und Biometrie sowie beim Messen, Steuern und Regeln.

Überlegungen im Vorfeld der Entwicklung schlossen auch die später anfallenden Montage- und Reparaturkosten ein. Im Normalfall sind Bediengeräte fest an der Wand verschraubt und verdrahtet. Die Kabel werden meist an der Unterseite in das Gehäuse eingeführt und im Innenbereich mit der Elektronik verbunden.

Systembedingte Vorteile

Dieses Konzept erfordert einen hohen Zeitaufwand, sowohl bei der Erstmontage als auch im späteren Servicefall. Das Gehäuse muss geöffnet, Schrauben und Kabelverbindungen gelöst, danach die Kabel herausgezogen und das Gerät von der Wand montiert werden. Um Personenschäden zu verhindern, sind lose Kabelenden gegen Berührung und Kurzschluss zu isolieren. Der Servicetechniker nimmt das Gerät mit zur Reparatur oder erledigt die Instandsetzung gleich vor Ort. Anschließend ist die gesamte Prozedur in umgekehrter Reihenfolge durchzuführen. Zum hohen Zeitaufwand kommt die Fehleranfälligkeit bei der neuerlichen Verdrahtung hinzu. Hier spielt das Interface-Terminal seine Vorteile aus. Denn die Verdrahtung muss nur einmalig im Wandsockel vorgenommen werden. Die Verbindung zwischen dem Sockel und dem eigentlichen Bediengerät erfolgt über einen handelsüblichen Steckverbinder. So ist ein Geräteaustausch im Servicefall sehr einfach und kann, bei Bedarf, auch vom Endanwender selbst vorgenommen werden.

Auf Individualität getrimmt

Das OKW-Standardprogramm an Design-Gehäusen und Drehknöpfen bietet sehr viel Spielraum für Individualisierung. Durch Modifikation entstehen speziell auf das Firmen-CI oder den Anwendungsfall abgestimmte Lösungen. Die angebotenen Optionen reichen von Bedruckungen, Lackierungen, Sonderfertigung in Material und Farbe, Bearbeitungen, Verchromen und Konfektionierungen bis hin zur Herstellung von Dekorfolien und Folientastaturen. Darüber hinaus sind im Leistungsportfolio individuelle Werkzeugeinsätze, Kundenformen sowie EMV-Beschichtungen enthalten.

Kay Hirmer, OKW/csc

Erschienen in Ausgabe: 01/2010