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Antriebstechnik

Synchronmotoren – Bürstenlose Drehstrom-Synchronmotoren mit einer hohen Flexibilität sind ein Markenzeichen von Engel Elektroantriebe. Die Baureihe HBR demonstriert, wie vielseitig sich kompakte Servomotoren auf verschiedene Anwendungsgebiete anpassen lassen.

16. Februar 2017

Mit ihrer Firmenphilosophie »Spezifisch als Standard« weist die Engel Elektroantriebe GmbH auf die hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit ihrer kompakten Antriebslösungen hin.

Vorzeigeprodukt ist dabei die Synchronmotoren-Baureihe HBR, die sich mit diversen Modifikationen und Anbaukomponenten perfekt auf die an sie gestellte Aufgabe abstimmen lässt. »Mit unserer Botschaft Spezifisch als Standard machen wir deutlich, dass sich jeder unserer Synchronmotoren sehr flexibel dem Kundenwunsch, der Einbausituation und dem konkreten Anwendungsfall anpassen lässt, betont Thomas Preußer, geschäftsführender Gesellschafter von Engel Elektroantriebe.Was das konkret bedeutet, zeigt schon ein Blick ins Innere der Synchronmotoren: Denn bereits durch die Variation der Wicklung bietet das Unternehmen die Möglichkeit, kundenorientierte Drehzahl- und Spannungsanpassungen vorzunehmen. Besonders erwähnenswert: Dieses Angebot gilt bereits für die Herstellung von Einzelstücken– also ab Losgröße1. Serienmäßig stehen die Motoren für den Betrieb an 320 und 560 Volt zur Verfügung.

Breites Portfolio

Bei den Feedback-, also Geber-Systemen kann der Anwender je nach Anforderung an die Regel- und Positioniergenauigkeit zwischen Hohlwellen-Resolvern, Singleturn-Winkelgebern, Multiturn-Drehgebern (BISS) oder auch Hall-Kommutierungsgebern mit Inkrementalsignalen wählen.

Die Leistungsstecker für den elektrischen Anschluss sowie auch für den Signalanschluss sind um 300 Grad drehbar und können je nach Einbausituation parallel oder versetzt angeordnet werden. Die HBR-Motoren lassen sich darüber hinaus mit verschiedenen Steckertypen kombinieren.

»Spezifisch als Standard«

Vielseitige Anwendungen für die Synchronmotoren ergeben sich aus der Möglichkeit, sie mit einer glatten oder verzahnten Abtriebswelle oder aber mit einer Welle mit Passfeder auszurüsten. Der Durchmesser der Abtriebswelle kann ebenfalls individuell auf den konkreten Einsatzfall abgestimmt werden. Und beim Abtriebsflansch bietet Engel Elektroantriebe drei optionale Varianten: Mit Wellendichtring, mit verstärkter Lagerung oder mit modifiziertem Zentrierbund.

Da sich viele Anwender eine antriebstechnische Komplettlösung wünschen, lässt sich der HBR-Motor optional auch mit einem koaxial oder rechtwinkelig angeflanschten Planetengetriebe ausrüsten. »Diese Getriebe wählen wir so aus, dass sie in Drehzahl und Drehmoment optimal auf den konkreten Anwendungsfall angepasst sind«, erläutert Thomas Preußer. Zudem sieht das Konzept Spezifisch als Standard vor, dass die Synchronantriebe mit Haltebremsen und– je nach Baureihe und Modell– mit wartungsfreien Lüftern ausgerüstet werden können, wodurch sich zusätzliche Leistungssteigerungen erreichen lassen. Und wenn es nötig sein sollte, lässt sich auch noch das Aluminiumgehäuse der Motoren durch Lackieren oder Beschichten für den Anwendungsfall optimieren.

Verschiedene Möglichkeiten für die Realisierung sehr genau und dynamisch regelbarer Punkt-zu-Punkt-Positionierungen bietet das Servoverstärker-Programm. Hierbei zeichnet sich insbesondere der digitale Controller DSV1030 durch hohe Flexibilität aus, da er sich an zahlreiche unterschiedliche Feldbus-Systeme anbinden lässt und damit auch die einfache Systemintegration der Syn-chronantriebe in die übergeordneten Steuerungsumgebungen der Kunden unterstützt.

14 HBR-Antriebe zur Wahl

Der DSV1030 ist insbesondere ausgelegt für die Regelung der HBR-Baureihen der unteren und mittleren Leistungsklassen mit Spitzendrehmomenten von 0,35 bis 2,4 Newtonmeter.

Die Baureihe HBR hat das Unternehmen erst kürzlich auf nunmehr 14 kompakte Hochleistungsantriebe erweitert. Mit Nennleistungen von 80 bis 6600 Watt und Spitzendrehmomenten von 0,35 bis 69 Newtonmeter deckt diese Baureihe also per se eine große Bandbreite von Anwendungen in der Automatisierungstechnik ab.

Dabei eignen sich beispielsweise die HBR-Antriebe der oberen Leistungsklassen hervorragend für die effiziente Umsetzung verbindungstechnischer Verfahren wie beispielsweise Pressen, Clinchen und Nieten.

Auch wenn in der Montagetechnik schnell taktende und präzise Positionieraufgaben auszuführen sind, erweisen sich die HBR-Motoren in vielen Anwendungen als zuverlässige und kompakte Antriebslösungen. us

Erschienen in Ausgabe: 01/2017