Für virtuelle Prototypen

Esi bringt neues Release seines Hauptprodukts „Virtual Performance Solution“ heraus, das auf die Anforderungen der Automobilindustrie abgestimmt ist. Mit Erweiterungen bei Leichtbauwerkstoffen und Fahrzeugdesigns soll die Software den Aufbau virtueller Prototypen ermöglichen.

14. Dezember 2017

Mit der Virtual Performance Solution Version 2017 will Esi ein Softwarepaket anbieten, dass mehrere wichtige Simulationsfunktionen der Fahrzeugentwicklung zusammenfasst. So soll die Software die Herstellung eines virtuellen Prototypen ermöglichen und den Bau physischer Prototypen entbehrlich machen. Ein Schwerpunkt der neuen Version ist die Aufnahme weiterer Leichtbaumaterialien, die Fahrzeughersteller zunehmend verwenden. Dazu zählen Dualphasenstähle mit ihrer erhöhten Zugfestigkeit. Solche hochwertigen Stähle können durch die Hitze beim Schweißen an Qualität verlieren – Esis Ansatz für das Punktschweißen prognostiziert das Verhalten solcher Schweißpunkte in Hinsicht auf das Crashverhalten. Die Software soll das Verhalten solcher Werkstoffe in montiertem Zustand vorhersagen.

Bei der Bewertung von neuen Materialien und Fahrzeugdesigns ist auch das Langzeitverhalten wichtig. Dafür spielt die Interaktion zwischen Fahrbahn und Reifen durch die Belastung der Fahrzeugstruktur eine wesentliche Rolle. Durch die Co-Simulation mit der physikbasierten Software FTire von Cosin sind neue Reifenmodelle verfügbar,

Um solche Berechnung zu beschleunigen, unterstützt die Software jetzt Parallelverarbeitung mit bis zu 256 Prozessoren. Damit lässt sich laut Esi eine komplette Crashsimulation eines Fahrzeugs in weniger als fünf Stunden ausführen, einschließlich Simulation von Seiten- und Kopfairbags. Das bedeutet eine Reduzierung der Rechenzeit um 60 Prozent gegenüber den beiden vorherigen Versionen. Eine solche Leistungssteigerung sieht man bei Esi als Schlüssel an für die Untersuchung verschiedener Design-Optionen und sowie für die Durchführung von Iterationen vor dem Design-Freeze.