Gear Engineer unterstützt Pfeilverzahnungen

Der Gear Engineer ist eine Spezialverzahnungssoftware, die neben der Auslegung und Tragfähigkeit von Stirn- und Kegelrädern die reale 3D-Zahnform berechnet. Jetzt kündigt die GWJ Technology eine neue Version seiner Spezialverzahnungssoftware an.

06. September 2018

Die Berechnung der realen 3D-Zahnform erfolgt auf Basis einer mathematischen Herstellungssimulation analog zur traditionellen Fertigung auf Verzahnungsmaschinen. Damit ist die Software die ideale Ausgangsbasis für das 5-Achsfräsen von Stirn- und Kegelrädern, insbesondere von Spiralkegelrädern, auf Universal - Mehrachsbearbeitungszentren. Die realen 3D Modelle dienen darüber hinaus auch als Basis für andere alternative Herstellungsverfahren, wie z.B. das Schmieden oder additive Fertigungsmethoden (3D Druck).

Die neue Version  bietet zahlreiche Funktionserweiterungen. So wird eine globale Einheitenumschaltung zwischen metrischem und US-amerikanischem Einheitensystem verfügbar sein. Weiterhin sind neu die Verzahnungsqualitäten nach ISO 1328 und ANSI/AGMA 2015 für Stirnräder integriert. Neben der Tragfähigkeitsberechnung nach DIN 3990 und ISO 6336 Methode B wird jetzt auch die ANSI / AGMA 2101 unterstützt.

Außerdem kann bei Stirnrädern jetzt statt eines Kopfkantenbruches auch eine Kopfabrundung ausgeführt werden. Für außenverzahnte Stirnräder ist eine erweiterte Definition des Bezugsprofils für eine Kantenbrecherflanke integriert. Damit kann ein Kopfkantenbruch oder auch eine Kopfrücknahme mittels Abwälzens erzeugt werden.

Ein besonderes Highlight der neuen Version ist die Unterstützung der 3D-Zahnformberechnung für echte Pfeilverzahnungen. Echte Pfeilverzahnungen sind Doppelschrägverzahnungen, die in der Mitte zwischen beiden Verzahnungshälften keine Lücke aufweisen und stattdessen dort entsprechend miteinander verrundet sind. Diese Verrundungsgeometrie ist recht komplex und wird nun automatisch vom Gear Engineer berechnet und generiert. Damit kann die vollständige Geometrie von Flanken- und Fußkurvenbereich nun für die Fertigung von Pfeilverzahnungen direkt automatisch erzeugt und für die weitere CAM-Programmierung genutzt werden. Das eröffnet neue Möglichkeiten für die Fertigung von Pfeilverzahnungen auf Universal-Mehrachsbearbeitungszentren statt auf bisherigen veralteten Sykes Spezialverzahnungsmaschinen. Waren bisher nur weichverzahnte Pfeilverzahnungen üblich, so sind nun auch gehärtete Pfeilverzahnungen denkbar.