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Gehäuse

Gehäuse mit System

Bei Elektronikgehäusen für Automatisierungstechnik treten Systemlösungen immer mehr in den Vordergrund. Das Elektronik-Gehäusesystem ME-IO von Phoenix Contact bietet dafür dank zahlreicher Funktionen eine umfassende und flexible Lösung.

13. November 2018
1 Bei der flexiblen Gehäuseserie ME-IO sind auch hochpolige Modulkonfigurationen leicht umsetzbar. (© Phoenix Contact)

Martin Kirchhoff, Produktmanager Business Unit Device Connector Solutions, Phoenix Contact, Blomberg

Für die Produktentwicklung im Gerätebau werden umfassende, flexible und dabei kosteneffiziente Systeme immer wichtiger. Hier hält der Markt Gehäusevarianten in einer kaum überschaubaren Anzahl bereit. Gehäuse werden speziell für eine ganz bestimmte Anforderung entwickelt und produziert oder vorhandene Grundgehäuse mit einem hohen Aufwand an die applikationsspezifischen Anforderungen angepasst. Hohe Sicherheit, mehr Anwenderfreundlichkeit, schnelle Verfügbarkeit sowie einfache Individualisierbarkeit sind dabei die übergeordneten Kriterien, auf die es dem Elektronikhersteller ankommt. Sie möchten sich auf ihre Kernkompetenzen in der Elektronikentwicklung fokussieren, um schneller und flexibler am Markt zu sein.

Für genau diese Anwender hat Phoenix Contact die Gehäuseserie ME-IO konzipiert, in enger Zusammenarbeit mit einem Leitkunden. Auf Basis der Erfahrung von Phoenix Contact und dem branchenspezifischen Know-how des Entwicklungspartners, konnte so eine Gehäusefamilie entstehen, die die Anforderungen aus der Industrieautomatisierung in vielfacher Hinsicht erfüllt. Sie kommt darüber hinaus auch in der Gebäudeautomatisierung, im Schiffsbau oder in Windenergieanlagen zum Einsatz.

Das neue Gehäusesystem besitzt eine neuartige Anschlusstechnik, die auf den bei Phoenix Contact und marktweit verbreiteten Push-in-Anschluss setzt. Mit dem Push-in-Federkraftstecker lässt sich komfortabel und werkzeuglos verdrahten – ein Vorteil gegenüber dem konventionellen Schraub- oder Zugfederanschluss. Denn dabei sorgt eine spezielle Kontaktfeder für hohe Kontakt- und Leiterauszugskräfte sowie für eine vibrationssichere Kontaktierung. Die codierbaren Leiterplatten-Steckverbinder lassen sich bequem über das etablierte Lock-and-Release-Verfahren lösen und ermöglichen einen fehlerfreien Geräteaustausch.

Funktionsdichte steigt

Der Trend, immer mehr Funktionalität auf engstem Bauraum zu realisieren, hält auch in der Automatisierungstechnik Einzug. Gleichermaßen wird auf die Individualisierung und das Design der Gehäuse viel Wert gelegt, da erst das Gehäuse der Elektronik ein ausdrucksstarkes Äußeres verleiht. Beidem trägt Phoenix Contact mit dem ME-IO-Gehäusesystem Rechnung.

Für die Konfiguration der Anschlusstechnik stehen fünf Typen von Frontanschlusssteckern zur Verfügung, die sich in beliebiger Kombination auch miteinander verbinden lassen. So können auch höherpolige Steckverbinder mit bis zu 48 Kontakten auf einer Baubreite von 18,8 Millimetern ausgelegt werden. Unterschiedliche Farbgebungen der Steckergehäuse und Federhalter sorgen für eine eindeutige Zuordnung.

Die Kombination der Frontanschlussstecker bestimmt die Auswahl der Leiterplatten-Grundleisten, die über die zunehmend geforderte THR-Lötfähigkeit verfügen. Damit stehen für die vier- und sechspoligen Leiterplatten-Steckverbinder nun vollbestückte Grundleisten für das Reflow-Lötverfahren sowie voll- und teilbestückte Ausführungen für das Wellenlöten zur Verfügung. Über einen transparenten Klappdeckel ist es zudem möglich, farbige Klemmbezeichnungen zusätzlich unterzubringen. Sie werden sichtbar, sobald zum Verdrahten der Deckel nach oben geklappt wird. Ein weiteres Feature zur Visualisierung der Funktionen sind die standardisierten Abdeckungen mit Aussparungen für Lichtwellenleiter. Diese lassen sich am oberen Ende des Moduls einsetzen, sodass die Lichtanzeigen nicht vom Kabelstrang überdeckt werden. Dank der Zulassung gemäß UL und RoHS ist eine einfache Integration in das Gesamtsystem möglich und damit eine exakte Auslegung des Systems auf die vom Anwender anvisierten Einsatzfelder.

Komfortabel kommunizieren

Die ME-IO-Gehäuse bieten zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten. Sind die Gehäusemodule erst nach den Wünschen des Gerätebauers konfiguriert, lässt sich die Kommunikation zwischen mehreren Modulen über den Tragschienen-Busverbinder komfortabel gestalten. Dieser wird bequem in die Hutschiene eingerastet.

Die I/O-Module lassen sich dann unverändert aufschwenken und sind sofort sicher miteinander verbunden. Den Tragschienen-Busverbinder gibt es als fünf- und als achtpolige Variante – mit jeweils drei verschiedenen Anordnungen der Kontakte. Die achtpolige Variante gibt es mit vollständig paralleler Bestückung, aber auch mit jeweils ein oder zwei seriellen Kontakten.

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TYPE: fließtext
FORMAT: Fließtext

Aufgrund des umfassenden Produktprogramms von Phoenix Contact kann sich jeder Interessent mit minimalem Aufwand und zu geringen Kosten sein Gehäuse zusammenzustellen, inklusive passendem Leiterplatten-Steckverbinder. Für eine optimale Produktentwicklung von Elektronikgeräten hat der Anwender seine Gehäuse direkt und schnell sowie individuell konfiguriert verfügbar und kann sich auf die Entwicklung seiner Elektronik und Software konzentrieren. Das modulare Gehäusesystem ME-IO von Phoenix Contact ist auf SPS-Anwendungen optimiert. Die anwenderspezifische Konfigurierbarkeit wird durch Leistungen wie neue Farbvarianten, Bedruckung und Ausfräsung oder die Integration von Displays ergänzt. mk

auf einen blick

Gehäusesystem ME-IO

Kompakte Bauform mit 18,8 Millimeter Breite.

Zwei weitere Modulbreiten zur Umsetzung von Steuerungsmodulen.

Bis zu 48 Anschlusspole in der Front.

Push-in-Technik für werkzeuglosen Leiteranschluss.

Baukastenprinzip für viele Lösungen.

Sicheres Ver- und Entriegeln der Stecker dank orangefarbenem Verriegelungshebel.

Fehlstecken durch codierte Stecker vermeiden.

Komfortable Verbindung von Modulen mittels Tragschienen-Busverbinder.

Erschienen in Ausgabe: Nr. 08 /2018