Gelenkwellen für frostige Einsätze

Automatische gesteuerte Abläufe im Tieftemperaturbereich

20. Juni 2007

Die Technologie automatisierter Systemabläufe stößt mehr und mehr in Grenzbereiche vor, die bis vor kurzem noch als nicht projektierbar galten. Dies kann nur gelingen, wenn die verwendeten Maschinenteile diesen extremen Bedingungen entsprechen. Einer dieser Grenzbereiche

sind automatische gesteuerte Abläufe im Tieftemperaturbereich. Es kann sich dabei um den Antrieb von vollautomatisch gesteuerten Ventilsystemen am Polarkreis bei -60°C oder um Antriebssysteme in einer Tiefkühllagerhalle mit permanent -70°C handeln. Beide Anwendungsbeispiele haben eins gemeinsam: Sie sind permanent über die gesamte Lebensdauer der Tieftemperatur ausgesetzt. Trotzdem

muss die Arbeit der mechanischen Maschinenelemente genau und zuverlässig den von der automatischen Steuerung vorgegebenen Abläufen

folgen. Ein entscheidendes Element ist hierbei die Verbindung zwischen dem Antriebsmotor und dem eigentlichem Prozesselement. Für diese Verbindung wird meistens eine Gelenkwelle eingesetzt. Der Vorteil liegt dabei in der robusten Konstruktion der Kardangelenkwelle. Auch können selbst größere Montageungenauigkeiten ohne Probleme ausgeglichen werden. Dabei ist es egal, ob der Antriebsmotor elektrisch, hydraulisch oder in einer anderen Kombination ausgelegt ist. Auch ist es unwichtig, ob das anzutreibende Bauelement zum Beispiel ein Zahnrad, ein Spindelhubgetriebe, ein Rad oder ein Ventilantrieb ist. Meistens werden diese Bauteile der Anlage durch entsprechende konstruktive Maßnahmen noch zusätzlich vor der Tieftemperatur geschützt. Die Gelenkwelle als Verbindungselement kann jedoch in den seltensten Fällen vor der Kälte geschützt werden. Die Gelenkwellenfabrik Sass hat daher eine Gelenkwelle entwickelt, die bis zu Temperaturen von -70°C einsetzbar ist. Sie kann ohne Probleme in arktischer Umgebung oder in Spezial - Kühlhäusern eingesetzt werden und erweitert so die Anwendungsmöglichkeiten der Systemanbieter in diesem Grenzbereich für Mensch und Technologie.