Generationswechsel

CAD-Systeme - Das Bessere ist der Feind des Guten, haben sich die Entwickler von PTC gesagt und im neuen Pro/ENGINEER Wildfire 2.0 gleich 400 Verbesserungen eingebaut. Im Beitag wird nur eine kleine Auswahl vorgestellt, denn die Vorgängerversion war schließlich auch nicht so schlecht.

30. Juni 2005

Wildfire 2.0 heißt die zweite Generation der Produktdesign- und Entwicklungslösung von PTC. »Sie bietet eine vollständige Unterstützung für Web Services und löst viele Probleme, mit denen die Hersteller bei der Entwicklung ihrer Produkte konfrontiert sind«, verspricht Dick Harrison, Präsident und CEO von PTC. »Pro/Engineer Wildfire gibt Entwicklungsingenieuren ein einfach zu nutzendes, leistungsfähiges und kostengünstiges Produkt an die Hand, mit dem sie detaillierte und realistische Produktdaten in digitaler Form erstellen können", so Harrison weiter. Das System bietet eine leistungsfähige 3D-Zeichnungs-Technologie, die unmittelbar in das Kernstück der Software eingebunden ist und dem Standard ASME (American Society of Mechanical Engineers) Y14.41 entspricht. Die Interoperabilität mit allen bedeutenden CAD-Systemen, wie z.B. UGS PLM I-DEAS, CATIA V5 und Unigraphics NX ist gewährleistet. Darüber hinaus bietet die neue Version von Wildfire 2.0 maßgebliche Verbesserungen in der Benutzerfreundlichkeit, die mit der neuen Version auch auf andere Bereiche wie z.B. Blech und Simulation ausgedehnt wurden. Pro/Engineer Wildfire 2.0 wird noch im ersten Halbjahr 2004 ausgeliefert.

Immer mehr Fertigungsunternehmen möchten Information für Fertigung, Prüfung und Beschaffung in 3D-Modellen erfassen. Dieser Trend wird in der kürzlich veröffentlichten Norm ASME Y14.41 und der ISO-Norm 16792 beschrieben. Der Aufwand beim Erzeugen von 2D-Zeichnungen und die Probleme, die durch eine falsche Interpretation der Zeichnungen entstehen, sind die Ursachen dieses Bestrebens. Pro/Engineer Wildfire 2.0 geht auf die Bedürfnisse der Unternehmen ein.

Die neue Version des Programms bietet zum Beispiel Notizfunktionen, mit denen sich herkömmliche Informationen aus 2D-Zeichnungen erfassen und in 3D-Modellen verwenden lassen. So wird die Übermittlung wichtiger Konstruktionsinformationen wie Bemaßungen, Toleranzen, Oberflächengüte oder geometrischen Bemaßungen und Toleranzen stark vereinfacht.

Pro/Engineer Wildfire 2.0 markiert außerdem einen entscheidenden Schritt in Richtung In-teroperabilität der Daten mit anderen Systemen. Wildfire 2.0 bietet sowohl die Möglichkeit für UGS PLM I-DEAS-Import als auch den assoziativen Datenaustausch mit CATIA V5- und UGNX-Applikationen, ergänzend zu bereits existierenden Standardformaten in der Industrie und direkten Applikationsschnittstellen.

PTC betrachtet Offenheit in der IT als fundamentalen Grundsatz und unterstützt höchste Anforderungen an die Daten-Interoperabilität. Aufgrund der umfassenden Unterstützung von internationalen Standards und seiner patentierten Datenaustausch-Technologie liefert PTC mit Pro/Engineer Wildfire 2.0 eine führende Lösung in diesem Bereich.

Pro/Engineer Wildfire 2.0 ist die bisher umfangreichste Version für die Fertigungsindustrie. Vom neuen Prozess-Manager profitieren nahezu alle Anwendungsbereiche - vom Spritzguss bis hin zur Fertigungsbearbeitung. Die neue, anpassbare grafische Oberfläche gibt dem Benutzer NC-Prozesse und alle Fertigungsinformationen direkt an die Hand. NC-Bearbeitungsschritte (Werkzeugwege) lassen sich komplett neu oder aus einer bestehenden XML-Vorlage erzeugen und schrittweise oder auch im Ganzen bearbeiten.

Bei Penske Cars, Ltd., Hersteller des Indy Race League Indy Car, ist Pro/Engineer bereits seit einigen Jahren als CAD-Standardsoftware im Einsatz: »Mit Pro/Engineer sind wir in der Lage, auf individuelle Anforderungen bei der Entwicklung eines Rennwagens einzugehen. Innerhalb weniger Stunden können Verbesserungen an Komponenten vorgenommen werden. Dieser Vorteil macht sich auch in Re-Design und Produktion bemerkbar«, so Tim Cindric, Vorsitzender von Penske Racing.

Erschienen in Ausgabe: 03/2004