GOM Software 2019 optimiert Arbeitsabläufe

GOM zeigt auf der Control die neuen Funktionen der GOM Software 2019. Sie sollen einen optimierten Workflow und mehr Automatisierungsmöglichkeiten schon beim Messvorgang ermöglichen.

11. April 2019
GOM Software 2019 optimiert Arbeitsabläufe
Auf der internationalen Leitmesse für Qualitätssicherung Control in Stuttgart präsentiert GOM aktuelle Technologien im Bereich der optischen 3D-Messtechnik. (Bild: GOM)

Mit der GOM Software 2019 setzt das Unternehmen auf neue Funktionalitäten für einen optimierten Arbeitsablauf, die unter dem Begriff »Smart Teach« zusammengefasst werden. Für den GOM CT wurde die Software maßgeblich weiterentwickelt und beim Thema »Virtual Clamping« beweist GOM erneut seine Innovationsführerschaft: Statt mit aufwendigen Spannvorrichtungen soll es künftig auch möglich sein, mit Algorithmen zu messen.

Smart Teach: Mehr Automatisierungsmöglichkeiten schon beim Messvorgang

Mit den neuen Smart Teach-Funktionalitäten der GOM Software übernimmt das System Aufgaben, die zuvor vom Anwender im Arbeitsprozess ausgeführt werden mussten. Mit Smart Teach werden Messpositionen nun automatisch aktualisiert, wenn das CAD oder einzelne Elemente sich ändern. Zusätzlich wird der Nutzer durch erweiterte Darstellungsmöglichkeiten des Projektzustandes deutlich stärker unterstützt, in kürzerer Zeit zu einem stabilen Messablauf zu gelangen. Dies wird ebenfalls durch die Einführung von »Application Templates« zur anwendungsbezogenen Parameterzuweisung vor dem Messablauf noch weiter hervorgehoben. Bei glänzenden oder komplexen Oberflächen, die aufgrund ihrer Beschaffenheit einen bestimmten Messwinkel voraussetzen, bieten diese Voreinstellungen einen deutlichen Effizienzgewinn im Arbeitsprozess.

GOM CT Professional – die neue Software für den industriellen Computertomografen

Die neue Software GOM CT Professional ermöglicht sowohl die Bedienung des GOM CT als auch das Inspizieren von komplexen Bauteilen. Volumenbasierte Daten lassen sich somit in einem einfachen Workflow messen und auswerten, ohne eine Drittsoftware zu benutzen. Sämtliche Oberflächen – auch interne Strukturen – können beispielsweise für Form- und Maßanalysen oder Soll-Ist-Vergleiche genutzt werden. Die Inspektionsergebnisse lassen sich in Berichten mit Snapshots, Bildern, Tabellen, Diagrammen, Texten und Grafiken visualisieren.

Virtual Clamping – mathematisches Spannen von Bauteilen

GOM zeigt auf der Control ein Preview auf die zu den Softwarepaketen Atos und GOM Inspect Professional entwickelten Erweiterungen im Bereich des virtuellen Spannens. In vielen Fällen müssen Blech- und Spritzgussteile für die dimensionale Bewertung in eine Zwangslage gebracht werden. Virtual Clamping ersetzt aufwendige Spannvorrichtungen durch einen innovativen, FEM-gestützten Algorithmus. Das virtuelle Spannen ist vollständig in den GOM Workflow integriert. Die bewährte Softwareoberfläche braucht dabei nicht verlassen zu werden.

Digitaler Datentransfer und kontextsensitive Auswertung

Im Zuge von Industrie 4.0 wird es immer bedeutender, Daten wie Produktfertigungsinformationen (PMI) von Konstruktions- und Messtechnikapplikationen schnell und einfach zu übertragen. Die Formulierung eines 3D-Masters am CAD-Modell ist eines der Instrumente, welches auch in der Messtechnik große Vorteile bietet. Der 3D-Master ermöglicht es, im Voraus die komplette Prüfplanung am CAD anzulegen. So kann bereits beim CAD-Import in die GOM Software der Prüfplan direkt miterzeugt werden. Eine zusätzliche, aufwendige Programmierung in der Messsoftware entfällt. GOM hat entsprechende Schnittstellen für die digitale Weitergabe von Inspektionsmerkmalen in der GOM Software 2019 weiter optimiert.

Control, Halle 3, Stand 3302